Eingeschlossen wurden 371 RA-Patienten, die unter Etanercept 50 mg/Woche plus MTX 10-25 mg/Woche die ACR/EULAR-Remissionskriterien (SDAI ≤3,3) nach einer 24-wöchigen Open-label-Phase erreicht hatten. Nach 24 Wochen wurden die 253 (68,2 %) in Remission gebliebenen Patienten (im Mittel 55,6 Jahre, Krankheitsdauer 10,3 Jahre, MTX-Dosis 16,3 mg, SDAI 1,3) für 48 Wochen doppelblind im Verhältnis 2:2:1 auf den Entzug von Etanercept (MTX-Mono) oder MTX (Etanercept-Mono) oder Fortführung der Kombination randomisiert. Patienten mit Krankheitsverschlechterung, definiert als SDAI >11 zu jeder Zeit oder SDAI >3,3 und ≤11 bei 2 konsekutiven Visiten in ≥2-wöchigem Abstand oder bei ≥3 separaten Visiten, erhielten die Kombination als Rescue-Therapie und wurden als Non-Responder gewertet. Primärer bzw. sekundärer Endpunkt in Woche 48 war der Anteil von Patienten in Remission ohne Verschlechterung im Etanercept- vs. MTX-Monotherapie-Arm bzw. im Kombinations- vs. MTX-Monotherapie-Arm.
In Woche 48 blieb die SDAI-Remission signifikant häufiger unter der Etanercept- vs. MTX-Monotherapie erhalten (49,5 vs. 28,7 %; p=0,004) und auch häufiger unter fortgeführter Kombinationstherapie vs. MTX-Monotherapie (52,9 vs. 28,7 %; p=0,006). Die Zeit bis zu einer Verschlechterung war kürzer unter der MTX-Monotherapie im Vergleich zu sowohl der Etanercept-Monotherapie als auch der fortgeführten Etanercept/MTX-Kombination (je p<0,001). Bei Patienten mit erforderlicher Rescue-Therapie erreichten 71, 75 und 80 % unter der MTX- oder Etanercept-Monotherapie oder im Kombinationsarm wieder eine SDAI-Remission bis Woche 48. Im Ergebnis bot nach anhaltender SDAI-Remission die Etanercept- gegenüber der MTX-Monotherapie ein geringeres Risiko für einen Remissionsverlust und war fast gleichauf mit der Kombination. Da sich nach Wiederaufnahme letzterer in 75-80 % der Fälle wieder eine Remission einstellte, scheint insbesondere das Absetzen von MTX vertretbar zu sein.
Quelle: Arthritis Rheumatol 2020; doi: 10.1002/art.41589
