Vitamin D-Spiegel mit Mortalität und kardiovaskulärem Risiko assoziiert

Der Einfluss des Vitamin D-Spiegels respektive einer Vitamin D-Supplementation wurde bei systemischem Lupus erythematodes bislang nur unzureichend untersucht. Eine US-amerikanische Gruppe um Theerada Assawasaksakul, Baltimore, untersuchte jetzt bei SLE-Patienten der Hopkins Lupus-Kohorte den Zusammenhang zwischen 25-Hydroxyvitamin D (25(OH)D)-Spiegeln und der Sterblichkeit sowie Rate von kardiovaskulären (CV) Ereignissen.

In der Kohorte wurden 2009 quartalsweise Messungen von 25(OH)D begonnen und jetzt die Assoziationen zwischen 25(OH)D-Spiegeln – zu Beginn, als Mittelwert im letzten Jahr und als aktueller Wert – und sowohl der Mortalität als auch CV-Ereignissen (Schlaganfall, Myokardinfarkt [MI], Angina/Bypass) geprüft. Durchgeführt wurde einerseits eine prospektive Analyse der nach der ersten 25(OH)D-Messung aufgetretenen Ereignisse und andererseits eine Lebenszeitanalyse, die auch Ereignisse vor dem Einschluss in die Kohorte einbezog. Alle Modelle wurden auf Alter, Geschlecht, Ethnie und BMI adjustiert. Die prospektive Analyse umfasste 11.302 Personenjahre von 1.768 Patienten (im Mittel 42 Jahre, >90 % Frauen, mittleres Follow-up 6 Jahre). Teilnehmer mit einem 25(OH)D-Spiegel <20 ng/ml wiesen die höchsten Raten an Mortalität und CV-Ereignissen auf. Im Vergleich zu jenen mit Werten von 30-39 ng/ml hatten Patienten mit Werten <20 ng/ml bei Einschluss in die Kohorte ein signifikant erhöhtes Sterberisiko (Hazard Ratio, HR 2,05, 95% KI 1,19-3,54; p=0,0095) und signifikant erhöhtes Risiko für CV-Ereignisse (HR 2,98, 95% KI 1,30-6,85; p=0,010). Das MI-Risiko allein war nur im Trend (HR 1,90; p=0,30), jenes für Angina/Bypass jedoch signifikant erhöht (HR 3,53, 95% KI 1,13-11,0; p=0,030). Die Lebenszeitanalyse zeigte ähnliche Assoziationen, mit einem U-förmigen Verlauf des MI-Risikos.

Ein initialer 25(OH)D-Wert <20 ng/ml war bei SLE mit einer erhöhten Rate an Mortalität und kardiovaskulären Ereignissen inklusive Myokardinfarkten (aber nicht Schlaganfall) assoziiert. Das Fehlen einer Assoziation mit dem Mittelwert oder den aktuellen 25(OH)D-Werten stellt jedoch den Einfluss einer Supplementierung auf die Risikomodifikation infrage.

Quelle: Ann Rheum Dis 2025; doi: 10.1016/j.ard.2025.10.013