In der Open-label-Studie wurde Ustekinumab 90 mg s.c. alle 12 Wochen bei 25 RZA-Patienten eingesetzt, bei denen trotz einem zusätzlich gegebenen Immunsuppressivum eine Glukokortikoid-Dosisreduktion fehlschlug. Als primärer Endpunkt wurde der Vergleich der medianen Glukokortikoid-Dosis vor und nach 52-wöchiger Ustekinumab-Therapie erfasst, sekundäre Endpunkte waren Rezidive, Akut-Phase-Reaktanten und mittels Bildgebung generierte Befunde.
Im Ergebnis konnte nach 52 Wochen die mediane tägliche Prednisolon-Dosis signifikant von zu Beginn 20 auf 5 mg reduziert werden (p<0,001). Bei immerhin sechs Patienten (24 %) konnte das Prednisolon vollständig abgesetzt werden. Bei keinem der Patienten kam es unter der Therapie mit dem IL-12/23-Inhibitor zu einem Rezidiv. Der mediane CRP-Wert fiel signifikant von zu Beginn 12,9 auf 6,0 mg/l in Woche 52 ab (p=0,006). Die CT-Angiografie demonstrierte Verbesserungen der Großgefäß-Vaskulitis in allen untersuchten Patienten. Es kam zu keinen unerwarteten unerwünschten Ereignissen. Die Autoren schlussfolgern aus ihren Ergebnissen, dass Ustekinumab eine effektive Therapie bei RZA sein könnte, die in randomisierten, kontrollierten Studien künftig genauer untersucht werden sollte.
Quelle: Semin Arthritis Rheum 2018; doi: 10.1016/j.semarthrit.2018.04.004
