Neben der SLE-Inzidenz wurde erfasst, ob durch die frühe Intervention mit HCQ die Rate der Akkumulation von SLE-Merkmalen, definiert durch die SLICC-Kriterien von 2012, reduziert werden kann. Als iSLE wurde ANA-Positivität mit 1-2 zusätzlichen Kriterien definiert. In der Studie wurden letztlich 180 iSLE-Patienten im Alter von 15-49 Jahren (im Mittel 33 Jahre, 91 % Frauen) im Verhältnis 1:1 auf HCQ oder Placebo randomisiert. Klinische Bewertungen erfolgten in 3-monatigen Abständen über 24 Monate. Das frühere Erfüllen der SLICC-Klassifikation erforderte einen Studienausschluss.
Im Ergebnis erfüllten schließlich 24 Patienten (13,3 %) die SLE-Klassifikationskriterien, weitere 24 entwickelten zusätzliche Kriterien, erfüllten jedoch nicht die SLE-Klassifikation. Die Raten der Akkumulation von SLICC-Kriterien und der Progression zu SLE waren in beiden Studienarmen vergleichbar (p=0,72 bzw. p=0,98). Die Entwicklung eines SLE war assoziiert mit neuem Malar-Ausschlag, oralen Ulzera, Gelenkempfindlichkeit oder Pleuritis (p<0,04). Obwohl die SMILE-Studie keine Wirkung von HCQ auf die Progression von iSLE zeigte, liefern die Ergebnisse Einblicke in das SLE-Risiko dieser Population. Es bedarf nun der Identifizierung von Biomarkern, um gezielte Präventionsstrategien zu entwickeln.
Quelle: Arthritis Rheumatol 2025; doi: 10.1002/art.43391
