Ziel der Studie war der Vergleich des Ansprechens initial mit Adalimumab plus MTX versus einer MTX-Monotherapie behandelter, zuvor MTX-naiver Patienten mit früher aktiver RA (<12 Monate), die in der Folge weiter auf MTX blieben oder nach inadäquatem Ansprechen auf MTX auf eine Rescue-Therapie mit Adalimumab wechselten. Die aktuell vorgelegte Post hoc-Analyse bestimmte den Anteil von Patienten, stratifiziert nach ihrer Ersttherapie, die eine niedrige Krankheitsaktivität gemäß DAS28-CRP <3,2, eine normale Funktion und/oder keine radiologische Progression in den Wochen 26, 52 und 78 aufwiesen.
Im Ergebnis erreichte in Woche 26 ein signifikant größerer Anteil von zunächst aggressiv mit Adalimumab plus MTX behandelten Patienten (n=466) gegenüber solchen auf einer MTX-Monotherapie (n=460) ein gutes klinisches (53 vs. 30 %), funktionales (45 vs. 33 %) und radiologisches (87 vs. 72 %) Ergebnis.
Von Woche 26 bis 78 erreichten Patienten, die von MTX auf eine Rescue-Therapie mit Adalimumab wechselten, ein ähnlich gutes klinisches und funktionales Ergebnis wie die initial mit Adalimumab plus MTX behandelten Patienten. Einziger Unterschied: Signifikant mehr der zunächst mit Adalimumab plus MTX behandelten Patienten wiesen (gegenüber dem Start mit MTX) keine radiologische Progression in den Wochen 52 und 78 auf (jeweils 86 vs. 72 %) – klinisch relevant dürfte diese Differenz aber kaum zu werten sein.
Als Fazit kann gezogen werden, dass Patienten mit früher RA, die mit MTX starten und nach sechs Monaten zusätzlich einen TNFα-Inhibitor erhalten, langfristig ebenso gut abschneiden wie ursprünglich mit der Kombination behandelte, abgesehen von der zwar signifikanten, aber eher marginalen Differenz in der Röntgenprogression, die in der täglichen Behandlungsrealität kaum ins Gewicht fallen dürfte.
Quelle: Ann Rheum Dis 2018; 77(2): 289-292
