Obgleich die Datenlage zu T2T-Strategien bei JIA, auch bedingt durch die verschiedenen JIA-Subtypen, sehr dünn ist, gibt es doch indirekte Evidenz, dass ein solcher Ansatz zu einem verbesserten Outcome führt. Jedoch sind die Empfehlungen – durchweg mit einem Zustimmungsgrad von >80 % – dadurch sehr allgemein gehalten, für die Zukunft besteht hier noch viel Forschungsbedarf. Das Hauptbehandlungsziel, das auf einer „shared decision” mit Eltern/Patienten basieren sollte, wurde als Remission definiert, alternativ als das Erreichen einer niedrigen Krankheitsaktivität. Frequenz und Timing von Follow-up-Untersuchungen zur Sicherstellung von Erreichen und Erhalten des Therapieziels hängen vom JIA-Subtyp und der Krankheitsaktivität ab. Betont werden die Bedeutung eines/einer adäquaten Wachstums und Entwicklung sowie die Vermeidung langfristig hoher Steroiddosierungen.
Quelle: Ann Rheum Dis 2018; 77(6): 819-828
