JUVENILE IDIOPATHISCHE ARTHRITIS

Treat-to-target-Empfehlungen für JIA entwickelt

Die Behandlungsfortschritte bei juveniler idiopathischer Arthritis (JIA) machen die Remission zu einem für viele Patienten erreichbaren Ziel. Eine aus 30 pädiatrischen Rheumatologen bestehende internationale Task Force um Angelo Ravelli, Genua (Italien), entwickelte nunmehr basierend auf einem systematischen Literaturreview neue Treat-to-target (T2T)-Empfehlungen – sechs übergreifende Prinzipien und acht Einzelempfehlungen – für die JIA.

Obgleich die Datenlage zu T2T-Strategien bei JIA, auch bedingt durch die verschiedenen JIA-Subtypen, sehr dünn ist, gibt es doch indirekte Evidenz, dass ein solcher Ansatz zu einem verbesserten Outcome führt. Jedoch sind die Empfehlungen – durchweg mit einem Zustimmungsgrad von >80 % – dadurch sehr allgemein gehalten, für die Zukunft besteht hier noch viel Forschungsbedarf. Das Hauptbehandlungsziel, das auf einer „shared decision” mit Eltern/Patienten basieren sollte, wurde als Remission definiert, alternativ als das Erreichen einer niedrigen Krankheitsaktivität. Frequenz und Timing von Follow-up-Untersuchungen zur Sicherstellung von Erreichen und Erhalten des Therapieziels hängen vom JIA-Subtyp und der Krankheitsaktivität ab. Betont werden die Bedeutung eines/einer adäquaten Wachstums und Entwicklung sowie die Vermeidung langfristig hoher Steroiddosierungen.

Quelle: Ann Rheum Dis 2018; 77(6): 819-828