In der Kohorte A der Studie wurden 100 Patienten (im Mittel 47 Jahre, 77 % Frauen), die entweder ausschließlich an CLE oder an SLE mit milder oder fehlender extra-mukokutaner Krankheitsaktivität litten (BILAG-2004-Scores 1B, C oder D) und einen Cutaneous Lupus Disease Area and Severity Index-Activity (CLASI-A) ≥8 aufwiesen, für 24 Wochen 1:1:1:1 zusätzlich zur Standardtherapie auf Placebo (n=26) oder Enpatoran 25 mg (n=23), 50 mg (n=25) oder 100 mg (n=26) 2x täglich randomisiert.
Primärer Endpunkt war die prozentuale Veränderung des CLASI-A-Gesamtscores gegenüber dem Ausgangswert in Woche 16. In Woche 16 zeigte Enpatoran einen signifikanten, dosisabhängigen Effekt auf den CLASI-A-Score, mit adjustierten mittleren Veränderungen gegenüber Baseline von -64 (25 mg), -68 (50 mg) und -72 %-Punkten (100 mg) versus -44 %-Punkten im Placeboarm (p=0,0002 für die Dosis-Wirkungs-Beziehung). Das häufigste therapieassoziierte unerwünschte Ereignis (UE) war eine Infektion der oberen Atemwege (8, 15 bzw. 19 % vs. 8 %). Schwere UE (8, 0 bzw. 4 % vs. 4 %) waren selten. Enpatoran zeigte somit bei Patienten mit aktiven kutanen Manifestationen von CLE oder SLE einen signifikanten und dosisabhängigen Effekt auf die Krankheitsaktivität und wurde gut vertragen. (1)
In der parallel berichteten Kohorte B mit 353 SLE-Patienten ohne spezifischem Hautfokus war der primäre Endpunkt in Woche 24 (BICLA-Ansprechen) verfehlt worden, ein positiver Trend war aber unter allen Enpatoran-Dosierungen ersichtlich. (2)
Inzwischen wurden die globalen Phase-III-Studien ELOWEN-1 und -2 gestartet, in denen Enpatoran bei ca. 400 SLE-Patienten mit aktiven Hautmanifestationen geprüft wird.
Quellen:
1 Lancet Rheumatol 2026; doi: 10.1016/S2665-9913(25)00337-6
2 Lancet 2026; 407(10541): 1809-1824
