In die Studie eingeschlossen wurden konsekutive Patienten mit axialer oder peripherer SpA (ax-/perSpA), einschließlich Patienten mit Psoriasis-Arthritis (PsA), die neu Secukinumab oder einen TNFi erhielten oder darauf umgestellt wurden. Die Therapietreue und die Raten von niedriger/minimaler Krankheitsaktivität wurden mittels Kaplan-Meier-Kurven sowie multivariaten und mittels Propensity-Score adjustierten Regressionsanalysen bewertet.
Insgesamt wurden 644 Patienten ausgewertet (Secukinumab: 214, TNFi: 430). Die nicht-adjustierte 4-Jahres-Therapiepersistenzrate war bei Secukinumab in der gesamten SpA-Kohorte höher als bei TNFi (38,7 vs. 30,5 %; p=0,004), dies galt sowohl für die axSpA- (37 vs. 34,5 %; p=0,044) als auch für die perSpA-Kohorte (40 vs. 18,2 %; p=0,011). Die multivariate Analyse bestätigte ein erhöhtes Abbruchrisiko für TNFi (Hazard Ratio, HR 1,62, 95% KI 1,23–2,14; p<0,001), sowohl aufgrund mangelnder Wirksamkeit (HR 1,38) als auch aus Sicherheitsgründen (HR 2,95). PsA, Adipositas und weibliches Geschlecht beeinflussten die therapiebezogene Wirksamkeit signifikant. Die 2-Jahres-Persistenzrate bei adipösen PsA-Patientinnen lag bei 76 % für Secukinumab im Vergleich zu 39 % für TNFi, während sie bei nicht-adipösen Männern mit axSpA bei 48 vs. 78 % lag. Das 6-Monats-Ansprechen war unter beiden Therapien bei Patienten mit axSpA, perSpA und PsA vergleichbar.
Die prospektive Real-World-Studie zeigt Unterschiede in der Therapietreue von Biologika bei SpA. Sollten sich die unterschiedlichen Effekte von Adipositas, Geschlecht und spezifischer SpA-Diagnose auf die Therapietreue bestätigen, könnten sie die klinische Entscheidungsfindung optimieren und die Behandlungsergebnisse verbessern.
Quelle: Arthritis Res Ther 2025; 27(1): 202
