AXIALE SPONDYLOARTHRITIS

Strukturelle Progression bei axialer SpA versus axialer PsA

Die Psoriasis-Arthritis mit entzündlicher axialer Beteiligung (axiale PsA) und axiale Spondyloarthritis (axSpA) sind eigenständige Krankheitsbilder innerhalb des Spektrums der Spondyloarthritiden. Trotz überlappender klinischer und bildgebender Merkmale sind Ausmaß und Muster der radiografischen Progression der Wirbelsäule bei axialer PsA im Vergleich zur axSpA bislang unzureichend charakterisiert. Deutsche Rheumatologen um Xenofon Baraliakos, Bochum/Herne, verglichen jetzt in einer retrospektiven Kohortenstudie die strukturelle Progression bei axSpA und axialer PsA.

Eingeschlossen wurden 246 Patienten (172 mit axSpA, 74 mit axialer PsA) mit seitlichen Röntgenaufnahmen der Hals-, Brust- und/oder Lendenwirbelsäule. Die radiografische Progression wurde mithilfe des modifizierten Stoke Ankylosing Spondylitis Spinal Score (mSASSS) quantifiziert. Ein angepasstes lineares Mixed-Effects-Modell wurde verwendet, um Unterschiede in der longitudinalen Assoziation mit dem mSASSS zwischen axSpA und axialer PsA zu analysieren. Der mSASSS unterschied sich zu Studienbeginn deutlich und lag im Mittel bei 6 bei axSpA und 0,96 bei axialer PsA. Die mittlere Veränderung des mSASSS pro Patient über 2 Jahre war insgesamt gering, aber bei Patienten mit axSpA höher als bei jenen mit axialer PsA (0,39 vs. 0,07). Insgesamt zeigten 27 % der axSpA- und 5 % der axiale PsA-Patienten einen mSASSS-Anstieg von mehr als 0 Einheiten über 2 Jahre. Im Ergebnis war die geschätzte mittlere Progression des mSASSS über zwei Jahre bei axialer PsA im Vergleich zu axSpA leicht niedriger (adjustiert b=-0,088; 95% KI -0,446 bis 0,271).

Bei Patienten mit axialer PsA wurde über zwei Jahre somit eine geringfügig niedrigere mittlere mSASSS-Progression festgestellt als bei jenen mit axSpA. Jedoch weist das breite Konfidenzintervall auf eine große Unsicherheit und theoretische Vereinbarkeit mit keinem Unterschied hin, was weitere Studien erforderlich macht.

Quelle: Arthritis Res Ther 2026; 28(1): 17