In die Studie eingeschlossen wurden 947 Patienten mit aktiver, überwiegend früher RA (RF- und ACPA-positiv, ≥1 Gelenkerosion; mittlere Krankheitsdauer 0,5 Jahre), die noch kein oder nur in limitiertem Umfang MTX (oder ein anderes csDMARD) erhalten hatten. Im Verhältnis 1:1:1 wurden die Teilnehmer für 24 Wochen auf 1x 15 oder 30 mg/Tag Upadacitinib oder MTX (7,5-20 mg/Woche) randomisiert.
Primäre Endpunkte waren das ACR50-Ansprechen in Woche 12 und eine DAS-CRP-Remission <2,6 in Woche 24. Sekundäre Endpunkte waren die radiografische Progression (mTSS) und der Anteil von Patienten ohne eine solche (mTSS ≤0) in Woche 24. 89 % der Patienten (n=840) schlossen die Studie in Woche 24 ab.
Beide primäre Endpunkte wurden erfüllt: Signifikant mehr Patienten erreichten unter 15 bzw. 30 mg Upadacitinib versus Placebo einen ACR50 in Woche 12 (52,1 und 56,4 vs. 28,3 %; je p<0,001) und DAS28-CRP<2,6 in Woche 24 (48,3 und 50,0 vs. 18,5 %; je p<0,001). Auch für alle sekundären Endpunkte zeigte sich durchgehend eine signifikante Überlegenheit beider Upadacitinib-Arme gegenüber Placebo (alle p<0,001). Beide Dosierungen waren vergleichbar wirksam, in Woche 24 erreichten z. B. je knapp 80 % einen ACR20, 45-50 % einen ACR70 und je 50 % eine DAS28-Remission. Bis Woche 24 wurde ein stets signifikanter Vorteil in puncto niedriger Krankheitsaktivität und Remission für Upadacitinib gezeigt (nominal p<0,001). 88 und 89 (15 bzw. 30 mg) vs. 78 % der Patienten zeigten in Woche 24 keine radiografische Progression, der ΔmTSS betrug 0,14 und 0,07 vs. 0,67 (p<0,01). Therapie-assoziierte unerwünschte Ereignisse traten nur unter der (ohnehin bei RA nicht zugelassenen) 30 mg-Dosierung mit 71 % etwas häufiger als unter MTX (65 %) auf.
Quelle: Arthritis Rheumatol 2020; doi: 10.1002/art.41384
