In der Studie wurden retrospektiv prospektiv erhobene Daten aus dem Gladman Krembil Psoriatic Arthritis Program analysiert. Patienten mit SCG-Beteiligung (schmerzhaftes und/oder geschwollenes SCG) wurden identifiziert und deren demografische, klinische und laborchemische Daten sowie zur Therapie erfasst. Potenzielle Assoziationen mit klinisch geschwollenem SCG wurden mithilfe uni- und multivariabler Modelle mit generalisierten Schätzgleichungen untersucht. Von 1.737 PsA-Patienten (im Mittel 41,4 Jahre, 42 % Männer) wiesen 182 (10,5 %) eine SCG-Beteiligung auf, darunter 36 (2,1 %) ein klinisch geschwollenes SCG zu irgendeinem Zeitpunkt während der Nachbeobachtung. Bei 33,1 % der Betroffenen war die SCG-Beteiligung bereits initial vorhanden.
In univariaten Analysen war die SCG-Beteiligung signifikant mit einer höheren Anzahl geschwollener Gelenke (SJC) (Odds Ratio, OR 1,14; 95% KI 1,08–1,16), Daktylitis (OR 4,51; 95% KI 2,02–10,05) und Enthesitis (OR 6,74; 95% KI 3,45–13,15) assoziiert. Es zeigten sich keine signifikanten Assoziationen mit Geschlecht, Krankheitsdauer, axialer und Nagelbeteiligung, PASI, pustulöser Psoriasis oder HLA-Markern. In der multivariaten Analyse blieb die SCG-Schwellung mit einer höheren SJC (OR 1,08; 95% KI 1,03–1,14), Enthesitis (OR 4,54; 95% KI 1,98–10,45), Daktylitis (OR 4,54; 95% KI 1,98–10,45) und geringeren Anwendung von b/tsDMARDs (OR 0,30; 95% KI 0,10–0,88) assoziiert. Die SCG-Beteiligung ist somit eine unterschätzte, aber klinisch bedeutsame Manifestation der PsA, die mit einer höheren Krankheitslast und Enthesitis verbunden ist und häufig eine Eskalation auf ein b/tsDMARD erfordert.
Quelle: Rheumatology 2025; doi: 10.1093/rheumatology/keaf583
