In die Pilotstudie wurden im Verhältnis 2:2:1 insgesamt 90 frühe EA-Patienten mit einer 12-wöchigen Synovitis in mindestens zwei Gelenken randomisiert entweder einer 12-monatigen Behandlung mit Infliximab in Kombination mit MTX, einer MTX-Monotherapie oder Placebo-Therapie unterzogen. Primärer Endpunkt war eine klinische Remission nach 12 Monaten (aufrechterhalten über mindestens zwei konsekutive Visiten im Abstand von acht Wochen) mit Remission definiert als keine geschwollene Gelenke (SJC=0), 0-2 druckschmerzhafte Gelenke (TJC) und Akute-Phase-Reaktanten (CRP oder BSG) im Normbereich.
In Woche 54 erreichten 32 % der Patienten unter der Kombinationstherapie mit Infliximab plus MTX den primären Endpunkt einer anhaltenden Remission im Vergleich zu 14 % unter MTX alleine sowie 0 % unter Placebo. Diese Differenz (p<0,05 über alle drei Gruppen hinweg) war statistisch signifikant für Infliximab plus MTX versus Placebo (p<0,05), nicht hingegen für Infliximab plus MTX im Vergleich zur MTX-Monotherapie (p= 0,10), oder für MTX alleine im Vergleich zu Placebo (p=0,31). Eine Medikamenten-freie Remission während des zweiten Jahres wurde aufrechterhalten bei 75 % der Infliximab/MTX-Patienten gegenüber 20 % der Patienten unter der ursprünglichen MTX-Monotherapie. Die Ergebnisse der DINORA-Studie weisen laut den Autoren darauf hin, dass Patienten mit früher entzündlicher Arthritis von einer aggressiven Induktionstherapie mit einem TNFα-Inhibitor plus MTX im Vergleich zu MTX alleine profitieren können und auf diese Weise die Krankheitsprogression positiv beeinflusst werden kann. Wünschenswert wäre aber eine noch genauere Charakterisierung jener EA-Patienten, für die ein solcher Ansatz tatsächlich sinnvoll ist.
Quelle: Arthritis Res Ther 2018; 20(1): 174
