Eingeschlossen wurden 144 Patienten, die eine Remission oder niedrige Krankheitsaktivität gemäß dem Clinical Disease Activity Index (CDAI) hatten und zuvor an einer Phase-III-Studie mit Ozoralizumab, einem in Japan zugelassenen TNF-Inhibitor der nächsten Generation, teilgenommen hatten. Die Patienten (im Mittel 58,2 Jahre, 75 % Frauen, CDAI 2,70, 61,8 % in Remission) wurden auf eine fortgesetzte Behandlung, Intervallverlängerung von Ozoralizumab oder Reduktion der MTX-Dosis randomisiert. Der primäre Endpunkt war die Nichtunterlegenheit in der Aufrechterhaltung einer niedrigen Krankheitsaktivität in Woche 48 mit einer vordefinierten Nichtunterlegenheitsgrenze von –18 %.
Der Anteil der Patienten mit niedriger Krankheitsaktivität in Woche 48 betrug 97,9 % in der Gruppe mit fortgesetzter Therapie, 79,2 % in der Gruppe mit Intervallverlängerung von Ozoralizumab (Δ -21,6; 95% KI -39,9 bis -5,7) und 72,7 % in der MTX-Reduktionsgruppe (Δ -30,4; 95% KI -54,0 bis -10,5). In der Remissions-Subgruppe zu Studienbeginn waren die Remissionserhaltungsraten in allen drei Gruppen vergleichbar (77,4, 76,7 und 79,2 %). Es zeigten sich keine signifikanten Unterschiede in den Veränderungen des HAQ-DI und des modifizierten Sharp-Scores. Nebenwirkungen traten bei 68,0, 59,2 bzw. 58,0 % der Patienten auf. Eine Therapiereduzierung war bei Patienten mit niedriger Krankheitsaktivität oft problematisch, wohingegen sowohl die Intervallverlängerung eines TNF-Inhibitors als auch die Reduktion der MTX-Dosis bei Patienten in Remission sinnvoll erscheint.
Quelle: Ann Rheum Dis 2026; 85(4): 609-619
