In die Studie eingeschlossen wurden 63 Patienten (36 Frauen, mittleres Alter 63,2 Jahre) mit RA-assoziierter ILD, die Abatacept alleine oder kombiniert mit DMARDs (MTX, Leflunomid, Hydroxychloroquin) erhalten hatten. Die mediane Krankheitsdauer seit der Diagnosestellung waren 6,8 bzw. 1,0 Jahre für die RA (zu 87,3 % seropositiv) bzw. ILD. Bei 23,8 % war die ILD-Entwicklung (neben anderen Krankheitsmustern 43 % mit UIP und 27 % mit NSIP), eng mit der Verordnung eines DMARDs oder Biologikums assoziiert. Primäres Kriterium für den RA-ILD-Verlauf war die modifizierte Medical Research Council (MMRC) Dyspnoe-Skala.
Nach einem mittleren Follow-up von 9,4 Monaten blieben zwei Drittel der Patienten stabil in Bezug auf ihre Dyspnoe, während bei einem Drittel sogar eine Verbesserung auf der MMRC-Skala dokumentiert wurde. Bei dem härteren Zielkriterium der forcierten Vitalkapazität (FVC) blieben gleichfalls zwei Drittel der Patienten stabil, ein Fünftel zeigte hier eine Verbesserung der FVC. Auch die Diffusionskapazität der Lunge für Kohlenmonoxid (DLCO) blieb in zwei Drittel der Fälle stabil und zeigte eine Verbesserung bei etwa einem Viertel der mit Abatacept behandelten Patienten. Nach 12 Monaten stellte sich bei 50 % jener 22 Patienten, bei denen ein HRCT-Scan der Brust aufgrund persistierender respiratorischer Symptome durchgeführt worden war, eine Stabilisierung ein, bei 36,4 % war eine Verbesserung und bei 13,6 % eine Verschlechterung des Krankheitsmusters im HRCT-Scan erkennbar. 11 der 63 Patienten mussten Abatacept absetzen, meist aufgrund unerwünschter Wirkungen. Obwohl nur eine längere klinische, kontrollierte Studie zu Abatacept bei RA-ILD valide Aussagen erlauben würde, scheint dieses neben Rituximab in dieser Indikation eine zu präferierende Option zu sein.
Quelle: Semin Arthritis Rheum 2018;
doi: 10.1016/j.semarthrit.2017.12.012
