In die Studie gingen 3.149 Patienten mit RZA ein, darunter 198 (6,3 %) mit stenosierender LVV. Mittels hierarchischer Clusteranalyse wurden die initialen arteriellen Lokalisationen analysiert und mit vaskulären Komplikationen assoziierte Faktoren mittels logistischer Regression untersucht.
Die stenosierende LVV betraf hauptsächlich die Arteria subclavia (63 %), die Arteria carotis (58 %), die Arteria vertebralis (37 %) und die Arteria axillaris (33 %), gefolgt von der Arteria femoralis (30 %) und den Mesenterialarterien (13 %). Schlaganfall (31 %) war die häufigste Komplikation, gefolgt von Extremitätenischämie (21 %), Myokardinfarkt (4 %) und Mesenterialischämie (2 %). Die kumulative Inzidenz vaskulärer Komplikationen betrug nach 1 Jahr 13,1 % (95% KI 8,9–18,3 %), nach 5 Jahren 17,3 % (95% KI 12,3–22,9 %) und nach 10 Jahren
19,5 % (95% KI 14,3–25,4 %).
Die hierarchische Clusteranalyse identifizierte drei Cluster, wobei Cluster 1 (n=123; 62 %) ältere Patienten mit häufiger arteriitischer anteriorer ischämischer Optikusneuropathie (p=0,04), Stenose der Arteria vertebralis und einer höheren Mortalitätsrate (p<0,044) umfasste.
In der multivariaten Analyse waren das Alter bei der Diagnosestellung (Hazard Ratio, HR 1,06, 95% KI 1,03–1,10; p=0,0004) und die Beteiligung der Wirbelsäule (HR 1,87, 95% KI 1,03–3,40; p=0,039) signifikant mit einem höheren Risiko für vaskuläre Komplikationen assoziiert. Stenosierende LVV machen somit weniger als 10 % der RZA-Fälle aus und sind mit einer ungünstigen vaskulären Prognose verbunden.
Quelle: Arthritis Rheumatol 2026; doi: 10.1002/art.70101
