Analysiert wurden Daten aus der ASAS-Klassifikationskohorte, dabei wurde eine periphere Beteiligung als aktuelle oder frühere Arthritis, Daktylitis und/oder Enthesitis definiert. MRT-Läsionen der Sakroiliakalgelenke (SIG) und der Wirbelsäule, typisch für axSpA, wurden gemäß ASAS-Definitionen klassifiziert und zentral durch Mehrheitsentscheidung mehrerer Reader beurteilt (Läsion vorhanden, wenn von der Mehrheit erkannt; SIG ≥4/7, Wirbelsäule ≥5/9 Reader). Es wurden Vergleiche zwischen Patienten mit und ohne periphere Manifestationen durchgeführt.
Von 199 axSpA-Patienten mit SIG-MRT war bei 67 zusätzlich eine MRT der Wirbelsäule durchgeführt worden. Ein subchondrales Knochenmarködem (BMO) im SIG wurde bei 49 % beobachtet, dies ohne Quadrantenpräferenz oder Unterschiede zwischen den Subgruppen. Weitere entzündliche SIG-Läsionen bewegten sich zwischen 4 und 18 %. Erosionen (35 %) und Fettläsionen (22 %) waren die häufigsten strukturellen Läsionen. In der Wirbelsäule wurden BMO, Fettläsionen und Syndesmophyten/Ankylosen bei 38, 25 bzw. 5 % festgestellt, mit ähnlichen Häufigkeiten in den Subgruppen.
Von 40 Patienten mit sowohl SIG- als auch kompletter Wirbelsäulen-MRT wurden entzündliche Läsionen an beiden Orten bei 18 %, nur im SIG bei 38 % und nur in der Wirbelsäule bei 20 % beobachtet. Strukturelle Läsionen traten an beiden Lokalisationen bei 19 %, nur im SIG bei 30 % und nur in der Wirbelsäule bei 5 % auf, ohne Unterschiede zwischen den Subgruppen.
Die Prävalenz und anatomische Verteilung der ASAS-definierten MRT-Läsionen war in den axSpA-Subgruppen ähnlich. Bemerkenswert ist, dass 20 % eine ausschließlich spinale Entzündung zeigten, was auf einen potenziellen zusätzlichen diagnostischen und monitorierenden Wert der Wirbelsäulen-MRT hindeutet und weiter untersucht werden sollte.
Quelle: RMD Open 2026; 12(1): e006266
