Insgesamt 46 erwachsene SjE-Patienten (18-75 Jahre, die 2016er ACR/EULAR-Kriterien erfüllend, ESSDAI-Score ≥5 Punkte) wurden im Verhältnis 1:1 auf Placebo (n=25) oder 1x täglich Leflunomid (20 mg)/HCQ (400 mg) (n=21) randomisiert (median 55 Jahre, 96 vs. 90,5 % Frauen, ESSDAI 9,9 vs. 9,5, ESSPRI 6,8 vs. 7,0). Primärer Endpunkt war die ESSDAI-Veränderung bis Woche 24 (adjustiert auf den Baseline-ESSDAI). Sekundäre Endpunkte waren adjustierte Veränderungen von Serum-IgG, C3, C4, RF, unstimuliertem Speichelfluss (UWS), Schirmer-Werten und ESSPRI nach 24 Wochen, erfasst wurden auch Komposit-Endpunkte (Sjögren’s Tool for Assessing Response [STAR] und Composite of Relevant Endpoints for Sjögren’s Syndrome [CRESS]) und PROs (ITT-Analyse).
Im primären Endpunkt bestätigten sich signifikante Vorteile der DMARD-Kombination versus Placebo mit einer mittleren ESSDAI-Abnahme bis Woche 24 um -4,135 Punkte (p=0,0012). Bei den sekundären Endpunkten wurden signifikante Verbesserungen mit Leflunomid/HCQ für die Serum-IgG-, RF- und C4-Werte beobachtet, nicht aber für die C3-Werte, UWS und Schirmer-Werte. Einen positiven Trend gab es im ESSPRI, signifikante Verbesserungen zeigten sich im Ansprechen gemäß STAR (64 vs. 19 %; p=0,007) und CRESS (57 vs. 24 %; p=0,046). Die Inzidenz von Nebenwirkungen war in beiden Gruppen ähnlich, am häufigsten waren gastrointestinale Beschwerden (29 vs. 16 %). Insgesamt ein positives Ergebnis, ob diese Kombination auch bei Patienten mit hoher subjektiver Krankheitslast und geringer systemischer Krankheitsaktivität wirksam ist, müsste in weiteren Studien untersucht werden.
Quelle: Lancet Rheumatol 2026; doi: 10.1016/S2665-9913(26)00075-5
