In der in drei spanischen Universitätskliniken durchgeführten Studie wurden 151 Patienten mit neu diagnostizierter RZA entweder mit einer Prednison-SoC (40–60 mg/Tag) oder mit i.v.-MP (125–500 mg/Tag an 3 Tagen), gefolgt von niedrig dosiertem Prednison (≤30 mg/Tag) und MTX (i.v.-MP/MTX) behandelt und über 2 Jahre beobachtet. Mittels Propensity-Scoring wurde versucht, Ausgangsunterschiede in den multivariaten Analysen auszugleichen.
Insgesamt 79 Patienten (52,3 %) erhielten die Prednison-SoC und 72 (47,7 %) i.v.-MP/MTX. Die klinischen Ausgangsmerkmale waren in beiden Gruppen vergleichbar. Alle Patienten erreichten nach einer medianen Zeit von vier Wochen eine Remission, ohne Unterschiede zwischen den Gruppen. Die Rückfallraten waren ebenfalls ähnlich.
Patienten, die i.v.-MP/MTX erhielten, hatten signifikant geringere kumulative GK-Dosen und erreichten schneller eine Prednison-Dosis ≤5 mg/Tag als die SoC-Patienten (nach im Mittel 13,8 vs. 56,5 Wochen; p<0,001). Bei den Patienten der i.v.-MP/MTX-Gruppe traten zudem seltener GK-assoziierte Nebenwirkungen auf (adjustierte Odds Ratio 0,35; p=0,021).
Bei Patienten mit neu diagnostizierter RZA scheint die Kombination aus i.v.-MP/MTX mit niedrig dosiertem Prednison somit ebenso wirksam wie die SoC zur Induktion von Remissionen und der Verhinderung von Rezidiven zu sein. Das i.v.-MP/MTX-Schema reduzierte signifikant die GK-Exposition sowie damit assoziierte Nebenwirkungen und könnte insbesondere für Patienten mit erhöhtem Risiko für GK-Toxizität eine potenzielle GK-sparende Strategie darstellen.
Quelle: Rheumatology 2025; doi: 10.1093/rheumatology/keaf499
