Demografische, klinische, therapeutische sowie Labor- und Bildgebungsdaten zu Baseline wurden retrospektiv erhoben. Mittels Kaplan-Meier-Analyse wurde die Therapiepersistenz untersucht, durch LASSO-Cox-Regression wurden Faktoren zu Therapiebeginn identifiziert, die mit einem Therapieabbruch assoziiert waren.
Von den 621 Patienten wiesen 28,2 % eine isolierte axPsA, 40,6 % eine axPsA+oligo und 31,2 % eine axPsA+poly auf. Psoriasis trat bei isolierter axPsA und axPsA+oligo häufiger auf als bei axPsA+poly (82,3 bzw. 82,1 % vs. 66,1 %; p<0,001), während HLA-B27-Positivität bei axPsA+poly seltener war (10,9 vs. 18,9 % bei isolierter axPsA und 21,6 % bei axPsA+oligo; p=0,02). Eine Sakroiliitis wurde bei isolierter axPsA und axPsA+oligo häufiger beobachtet als bei axPsA+poly (70,3 bzw. 65,7 vs. 53,6 %; p<0,001), während Spondylitis bei axPsA+poly häufiger auftrat (15,0 % vs. 8,3 % bei axPsA+oligo und 6,3 % bei isolierter axPsA; p<0,001).
Die Therapiedauer war bei axialer PsA mit Oligoarthritis am längsten (62 Monate) und bei axialer PsA mit Polyarthritis am kürzesten (38 Monate) (p=0,006). Höhere Werte auf der VAS-Schmerzskala waren mit einer kürzeren Therapiedauer assoziiert (adjustierte Hazard Ratio, aHR 1,01; p=0,009), während HLA-B27-Positivität mit einer längeren Therapiedauer einherging (aHR 0,56; p=0,045).
Die Therapiedauer bei axialer PsA variierte in Abhängigkeit von den klinischen Phänotypen, dem HLA-B27-Status und dem Schmerzempfinden – dies unterstreicht die Bedeutung einer phänotypischen Stratifizierung in der klinischen Praxis.
Quelle: Rheumatology 2026; 65(4): keag209
