Hierzu wurden 320 RA-Patienten auf einer stabilen MTX-Dosis zwischen Oktober 2016 und Januar 2017 im Verhältnis 1:1 auf dessen Fortführung oder eine 2-wöchige Unterbrechung nach der saisonalen Influenzaimpfung mit einer quadrivalenten Vakzine (H1N1, H3N2, B-Yamagata und B-Victoria) randomisiert. Der primäre Endpunkt war die Häufigkeit einer zufriedenstellenden Impfantwort, definiert als ein ≥4-facher Anstieg protektiver Antikörper im Hämaglutinationshemmtest gegen ≥2 der 4 der genannten Stämme vier Wochen nach der Impfung.
Der primäre Endpunkt wurde nach der zweiwöchigen MTX-Pause mit 75,5 vs. 54,5 % signifikant häufiger erreicht im Vergleich zur ununterbrochen MTX-Therapie (p<0,001).
Ein signifikanter Vorteil zeigte sich auch bei den sekundären Endpunkten: So erreichten mehr Patienten eine für alle vier Virenstämme höhere Seroprotektionsrate (H1N1: 86,3 vs. 75,6 %; p=0,016; H3N2: 78,1 vs. 62,2 %; p=0.002; B-Yamagata: 88,1 vs. 74,4 %; p=0,002 und B-Victoria: 75,6 vs. 60,9 %; p= 0,005) und 4-fach höhere Rate der Antikörper-Titer (H1N1: 6,7 vs. 4,6; p=0,017, H3N2: 8,0 vs. 4,3; p<0,001; B-Yamagata: 5,6 vs. 3,1; p<0,001, B-Victoria: 5,7 vs. 2,9; p<0,001). Alle Patienten der Studie vertrugen den Impfstoff gut und auch eine verminderte Krankheitsaktivität nach der Impfung konnte unter der 14-tägigen MTX-Suspendierung nicht nachgewiesen werden. Ähnlich gute Effekte einer kurzzeitigen MTX-Pause wurden zuvor in einer Pilotstudie erzielt (Ann Rheum Dis 2017; 76: 1559-1565), die zugleich ergab, dass eine Verlängerung der MTX-Pause auf vier Wochen nach der Impfung oder eine solche vor der Vakzinierung keine (zusätzlichen) positiven Effekte ausübte.
Die 14-tägige MTX-Pause sollten Rheumatologen künftig (in Absprache mit dem Hausarzt) auf jeden Fall in Betracht ziehen, um den Impferfolg zu steigern.
Quelle: Arthritis Rheumatol 2017; 69(S10): Abstr. 827
