In der Studie wurden 316 RA-Patienten auf einer stabilen MTX-Dosis zwischen Oktober 2016 und Januar 2017 auf dessen Fortführung oder eine 2-wöchige Unterbrechung nach der saisonalen Influenzaimpfung mit einer quadrivalenten Vakzine (H1N1, H3N2, B-Yamagata und B-Victoria) randomisiert. Primärer Endpunkt war die Häufigkeit einer zufriedenstellenden Impfantwort, definiert als im Hämagglutinationshemmtest mindestens 4-facher Anstieg von protektiven Antikörpern gegen mindestens zwei der vier Stämme in Woche 4 nach erfolgter Vakzinierung. Der primäre Endpunkt wurde nach der zweiwöchigen MTX-Pause mit 75,5 vs. 54,5 % signifikant häufiger erreicht im Vergleich zur ununterbrochenen MTX-Therapie (p<0,001). Im Hinblick auf die sekundären Endpunkte wurde darunter auch eine für alle vier Virenstämme signifikant höhere Seroprotektionsrate (H1N1: Δ10,7 %; p=0,016; H3N2: Δ15,9 %; p=0,002; B-Yamagata: Δ13,7 %; p=0,002; B-Victoria: Δ14,7 %; p=0,005) und signifikant öfter auch eine 4-fach höhere Rate der Antikörper-Titer (H1N1: 6,7 vs. 4,6; p=0,017, H3N2: 8,0 vs. 4,3; p<0,001; B-Yamagata: 5,6 vs. 3,1; p<0,001, B-Victoria: 5,7 vs. 2,9; p<0,001) erreicht. Alle Patienten der Studie vertrugen den Impfstoff gut, auch eine verminderte Krankheitsaktivität nach der Impfung war unter der 14-tägigen MTX-Suspendierung nicht nachweisbar. (1) In einer vorherigen Pilotstudie hatte sich die Pause bereits bewährt und sich zugleich gezeigt, dass eine Verlängerung der MTX-Unterbrechung auf vier Wochen nach der Impfung oder eine solche davor keinen zusätzlichen Nutzen hatte. (2)
Die 14-tägige MTX-Pause sollten Rheumatologen künftig in Absprache mit dem Hausarzt auf jeden Fall in Betracht ziehen, um den Impferfolg zu steigern.
Quellen:
1Arthritis Rheumatol 2018; doi: 10.1136/annrheumdis-2018-213222
2Ann Rheum Dis 2017; 76(9): 1159-1565
