452 PsA-Patienten, bei denen die Erstlinientherapie mit einem TNFi versagte und die anschließend entweder erneut einen TNFi oder einen Interleukin-17-Inhibitor (IL-17i) erhielten, wurden retrospektiv aus 25 Zentren ausgewählt. Es wurden demografische und krankheitsbezogene Daten (Krankheitsdauer, klinischer Phänotyp, DAPSA-Score) sowie die gleichzeitige Anwendung von csDMARDs erfasst. Die Patienten wurden in die Gruppen „Zyklisierung“ (zweiter TNFi) oder „Wechsel“ (Umstellung auf IL-17i) eingeteilt. Kaplan-Meier-Überlebenskurven wurden zur Auswertung der Retentionsrate verwendet, eine Cox-Regression wurde durchgeführt, um Faktoren für letztere zu identifizieren.
In der Zyklisierungs- und Wechsel-Gruppe befanden sich 275 bzw. 177 Patienten. Im Ergebnis war die Retentionsrate war in der Wechsel-Gruppe nach 12 Monaten höher als in der Zyklisierungs-Gruppe (78 vs. 68 %; p<0,001). Auch nach drei Jahren zeigte sich ein Vorteil (60 vs. 40 %). Prädiktoren für Therapieunterbrechungen waren die Zyklisierungs-Strategie (p<0,001), PsA-Krankheitsaktivität (p=0,013), das Verschreibungsjahr (p=0,016), und eine axiale (p=0,013) sowie gemischte Beteiligung (p=0,001).
Die Wechselstrategie zeigte bei PsA-Patienten, die auf den ersten TNFi nicht ansprachen, eine höhere Therapietreue als die Zyklisierung. Dieses Ergebnis unterstützt die Hypothese, dass ein Wechsel des Wirkmechanismus insgesamt die Chancen erhöht, die am besten wirksame PsA-Therapie zu finden.
Quelle: BMC Rheumatol 2025; 9(1): 144
