PSORIASIS-ARTHRITIS

Leichte Vorteile einer Anti-TNF/IL-23-Kombinationstherapie

Bei Patienten mit therapierefraktärer PsA erscheint es verlockend, Therapieprinzipien zu kombinieren. Ziel der von einer internationalen Gruppe um Jose U. Scher, New York (USA), vorgelegten 24-wöchigen multizentrischen, randomisierten, doppelblinden Phase-IIa Proof-of-Concept-Studie AFFINITY war es, die Kombination aus Guselkumab und dem TNF-Blocker Golimumab gegenüber Guselkumab allein bei PsA-Patienten mit unzureichendem Ansprechen auf TNF-Inhibitoren (TNFi-IR) zu untersuchen.

In der Studie wurden Erwachsene mit aktiver TNFi-IR PsA (SJC/TJC ≥3) im Verhältnis 2:1 auf s.c. Guselkumab 100 mg und Golimumab 50 mg (n=59) oder eine Guselkumab-Monotherapie (n=32), jeweils alle vier Wochen (Q4W) bis Woche 20, randomisiert. Primärer Endpunkt war das Erreichen einer MDA in Woche 24. Weitere Endpunkte umfassten das ACR20/50/70-Ansprechen, Verbesserungen bei Psoriasis, Daktylitis und Enthesitis, HAQ-Veränderungen, sowie den Einfluss des Baseline-CRP auf die MDA bzw. das ACR50-Ansprechen.

Zu Studienbeginn hatten die Teilnehmer im Median einen SJC/TJC von 13 bzw. 8 und eine psoriatische Körperoberfläche von 3 %; 23 % wiesen eine Daktylitis auf. Nach 24 Wochen erreichten 29 vs. 22 % mit der Kombination Guselkumab plus Golimumab bzw. Guselkumab-Monotherapie eine MDA (Odds Ratio, OR 1,4 [90% KI 0,6-3,3; p=0,557) und 44 vs. 22 % ein ACR50-Ansprechen (nominal p=0,034). Jene Patienten mit CRP ≥0,3 mg/dl (beabsichtigte Einschlusspopulation) erreichten nach 24 Wochen unter der Kombinationstherapie (n=40; Monotherapie n=22) signifikant häufiger eine MDA (32 vs. 5 %, OR 12,3; nominal p=0,025) und den ACR50 (55 vs. 14 %, OR 9,6; nominal p=0,003). Die Kombination war auch mit einem höheren ACR20- (66 vs. 44 %) und ACR70-Ansprechen (27 vs. 16 %) sowie größeren Verbesserungen im HAQ verbunden als die Monotherapie. Die Verbesserungen bei Psoriasis, Daktylitis und Enthesitis waren vergleichbar. Bis Woche 36 traten keine neuen Sicherheitssignale, Tuberkulose oder opportunistische Infektionen auf.

Trotz verfehltem primären Endpunkt deuten sekundäre Endpunkte und explorative Analysen darauf hin, dass TNFi-IR PsA-Patienten, insbesondere bei erhöhtem CRP, klinisch relevante Vorteile durch die Guselkumab/Golimumab-Kombination erzielen könnten.

Quelle: Arthritis Rheumatol 2026; doi: 10.1002/art.7015