Anhand von Daten aus der deutschen GESPIC-Kohorte wurden Analysen an 252 axSpA-Patienten (139 nr-axSpA und 113 r-axSpA) durchgeführt, von denen mindestens zwei Sets von Röntgenaufnahmen der Wirbelsäule vorlagen. Der Endpunkt war die Progression im modifizierten Stoke Ankylosing Spondylitis Spine Score (mSASSS) in 2-Jahres-Intervallen (pro 10 Punkt-Erhöhung im NSAR-Einnahmescore). Es wurden sequenzielle Modelle des Mittelwerts mithilfe generalisierter Schätzgleichungen erstellt und dabei für longitudinal wiederholte Expositionsmessungen und zeitabhängige Störfaktoren adjustiert.
Zu Studienbeginn befanden sich 201 Patienten (80 %) unter NSAR-Behandlung, davon nahmen 46 (18 %) COX-2-Inhibitoren und 156 (62 %) ns-NSAR ein, der durchschnittliche Gesamtscore der NSAR-Einnahme lag bei 38,3. Eine Erhöhung des NSAR-Einnahmescore um 10 Punkte war mit einer Verlangsamung der radiografischen Progression verbunden (b= -0,052; 95% KI -0,097 bis -0,007), wobei dieser Effekt bei r-axSpA-Patienten am stärksten ausgeprägt war (b= -0,077; 95% KI -0,152 bis -0,003). COX-2-Inhibitoren zeigten einen etwas niedrigeren Punktschätzer (wenn auch nicht statistisch signifikant) für die Progression im Vergleich zu ns-NSAR bei allen axSpA-Patienten (b= -0,061 bzw. -0,045).
Die Ergebnisse deuten auf einen günstigen Effekt einer höheren NSAR-Einnahme, vor allem von COX-2-Hemmern, auf die Verlangsamung der radiografischen Progression bei axSpA hin. Diese Erkenntnisse können hilfreich bezüglich der Therapiestrategie bei r-axSpA sein, während für nr-axSpA noch weitere Forschung notwendig ist.
Quelle: Arthritis Rheumatol 2025; doi: 10.1002/art.4344
