TAKAYASU-ARTERIITIS

Kombination aus Tofacitinib und Leflunomid gut wirksam

Bei der TAK handelt es sich um eine refraktäre Erkrankung mit hoher Rückfallrate und Abhängigkeit von Glukokortikoiden (GK). Ziel einer Studie chinesischer Experten um Lindi Jiang, Shanghai, war es, die Wirksamkeit und Sicherheit einer Kombination aus dem JAK-Inhibitor Tofacitinib und csDMARD Leflunomid bei Patienten mit refraktärer TAK als potenzielle neue therapeutische Option zu bewerten.

In die Pilotstudie wurden retrospektiv 24, zwischen 2020 und 2024 mit Tofacitinib und Leflunomid behandelte Patienten mit refraktärer TAK aus der East China Takayasu Arteritis (ECTA)-Kohorte eingeschlossen.

Die meisten Patienten (91,7 %) erhielten gleichzeitig GK, bei knapp der Hälfte war es unter bDMARDs (TNF-Hemmer oder IL-6-Rezeptorinhibitoren) zu Rezidiven gekommen. Die Remissionsrate, das Ausschleichen der GK, die Reduktion von Entzündungsparametern, Verbesserungen in der Gefäßbildgebung und Nebenwirkungen wurden über einen Zeitraum von 12 Monaten analysiert.

Im Ergebnis betrug die Remissionsrate unter der Kombinationstherapie nach 6 und 12 Monaten 87,5 % (95% KI 69,0–95,7 %) respektive 79,2 % (95% KI 59,5–90,8 %). Die Rezidivrate lag bei 8,3 % (95% KI 2,3–25,8 %). GK konnten erfolgreich von im Mittel 15,2 mg/Tag zu Beginn auf 7,8 mg/Tag nach 6 Monaten (p=0,02) und 6,5 mg/Tag nach 12 Monaten (p=0,001) reduziert werden.

Auch die Absenkung der BSG war signifikant (36,3 mm/h zu Beginn vs. 17,1 mm/h nach 12 Monaten; p=0,02). Bei 5 von 7 Patienten mit einem MR-Angiografie-Follow-up wurden stabile Befunde oder Verbesserungen beobachtet. Das Therapieschema wurde gut vertragen, es traten nur wenige und leichte Nebenwirkungen auf.

Die Kombination aus Tofacitinib und Leflunomid könnte somit eine vielversprechende neue Option zur Behandlung von Patienten mit refraktärer TAK sein, auch wenn die Daten aufgrund der geringen Patientenzahl und des retrospektiven Designs mit Vorsicht zu interpretieren sind.

Quelle: Semin Arthritis Rheum 2026; 78: 152958