OSTEOPOROSE

Kombination aus Romosozumab und Denosumab machbar

Bei postmenopausaler Osteoporose könnte der Übergang von einer langfristigen Denosumab-Therapie zu PTH-Analoga oder Romosozumab die Patientinnen dem Risiko eines Rebound-Phänomens aussetzen. Die Hinzunahme von Romosozumab zu Denosumab könnte eine Option für Patientinnen sein, die unter Denosumab eine Fraktur erleiden. Italienische Rheumatologen um Giovanni Adami, Verona, prüften jetzt in einer Studie die Effekte der Kombination von Romosozumab mit Denosumab.

In der 36-monatigen kombiniert retrospektiven und prospektiven Studie mit Propensity-Score-Matching wurden insgesamt 50 postmenopausale Frauen in zwei Gruppen eingeteilt: 25 Patientinnen unter Denosumab, die Romosozumab zu Denosumab hinzufügten (Denosumab von Monat -24 bis Monat 0, gefolgt von Denosumab plus Romosozumab von Monat 0 bis Monat +12), und 25 gematchte Kontrollen unter fortgesetztem Denosumab (von Monat -24 bis Monat 0 und weiter bis Monat +12). Die Knochendichte (BMD) und Marker des Knochenumbaus (CTX, P1nP) wurden zu den jeweiligen Nachbeobachtungszeitpunkten gemessen.

Der Unterschied in der BMD zwischen der Denosumab/Denosumab plus Romosozumab- und Denosumab/Denosumab-Gruppe nach Monat +12 betrug 3,3 % (95% KI -5,2 bis 11,8), einen nicht signifikanten Trend zugunsten einer stärkeren Verbesserung durch die Kombinationstherapie anzeigend. Die Zugabe von Romosozumab zu Denosumab erhöhte die P1nP-Konzentration zwischen Monat 0 und Monat +3 signifikant (+22,5 ng/ml; p=0,028).

Fazit: Die fortgesetzte Behandlung mit Denosumab hemmte die anabole Wirkung von Romosozumab nicht, was auf eine anhaltende, modellierende Knochenbildungsaktivität hindeutet. Die Ergänzung von Romosozumab bei Patientinnen mit Therapieversagen unter Denosumab könnte eine sinnvolle Option darstellen.

Quelle: Arthritis Rheumatol 2025; doi: 10.1002/art.70002