Zwischen 2017 und 2020 analysiert wurden retrospektiv 20 in spezialisierten Zentren für ≥3 Monate mit Januskinase (JAK)-Inhibitoren behandelte Patienten mit aktiver TAK trotz immunsuppressiver Therapie (NIH-Score ≥2; 95 % Frauen, 50 % Numano-Typ V, 85 % vaskuläre Zeichen und 84 % aktive Gefäßentzündung in CT, Angio-MRT oder PET/CT). Zwei Patienten litten an Colitis ulcerosa und einer an Spondyloarthritis. Alle Patienten hatten zuvor ≥3 Therapielinien erhalten (TNFa-Inhibitoren, Methotrexat, MMF, Azathioprin, Tocilizumab und Rituximab). Zu den JAK-Inhibitoren gehörten Tofacitinib (n=10; 10 mg/Tag), Upadacitinib (n=5; 15 mg/Tag), Baricitinib (n=4; 4 mg/Tag) und Ruxolitinib (n=1; 20 mg/Tag). In drei Fällen wurden JAK-Inhibitoren in Kombination mit anderen Immunsuppressiva eingesetzt.
Ein vollständiges Ansprechen nach 6 Monaten (NIH <2 mit Prednison <10 mg/Tag) wurde bei 50 % der Patienten erreicht. Der mediane NIH-Wert sank von 2 auf 0 bei einer Reduktion der Steroiddosis von 13,8 auf 8 mg/Tag. Der mediane CRP-Wert sank von 18 auf 4 mg/l (p<0,05). Der CRP-Ausgangswert war signifikant prädiktiv für das Therapieansprechen (p=0,015): Responder wiesen deutlich niedrigere mediane CRP-Ausgangswerte (8 mg/l) auf als Non-Responder (29 mg/l). Die mediane Therapiedauer betrug 36 Monate. Bei der letzten Visite wurde die JAK-Inhibitor-Therapie in 10 Fällen fortgesetzt und in den übrigen 10 Fällen aufgrund primärer Ineffektivität (in fünf Fällen nach <6 Monaten), eines Rezidivs (in drei Fällen) und unerwünschter Ereignisse in zwei Fällen abgesetzt. Die kumulative Rezidivrate nach 24 Monaten betrug 18 %, und der Bedarf an Revaskularisierungsverfahren blieb nach 12 Monaten mit 14 % niedrig. Die Ergebnisse positionieren JAK-Inhibitoren als wertvolle Therapie bei refraktärer TAK. Die Ansprechrate von 50 % ist im Vergleich zu anderen Studien mit einer solchen Patientenpopulation hoch, das Sicherheitsprofil war positiv.
Quelle: RMD Open 2026; 12(1): e006501
