Insgesamt 207 Patienten mit aktiver PsA wurden 1:1:1:1:1 auf s.c. Sonelokimab 120 oder 60 mg alle 4 Wochen (Q4W) mit Induktionsphase, 60 mg Q4W ohne Induktion, Placebo oder Adalimumab (Referenzarm) randomisiert. Der primäre Endpunkt, ein ACR50-Ansprechen in Woche 12, wurde unter Sonelokimab 60 und 120 mg mit Induktion erreicht (46,3 bzw. 46,5 % vs. 20,0 % mit Placebo; p<0,05 bzw. p<0,01). Bis Woche 24 stieg das ACR50-Ansprechen weiter an, unter der 120 mg-Dosis auf 61 %. Überdies zeigten sich signifikante Vorteile bei den wichtigsten sekundären Endpunkten ACR20 (78,0 bzw. 72,1 % vs. 37,5 %; p< 0,001 bzw. p=0,002) und PASI 90 in Woche 12 (76,9 bzw. 59,3 % vs. 15,4 % (p<0,001 bzw. p=0,003). In Woche 24 kam es bei Patienten auf Sonelokimab zu deutlichen Verbesserungen bei den ambitionierten kombinierten Endpunkten ACR70 + PASI 100 (explorativ) und MDA (sekundär), die bis zu 48 % (120 mg) bzw. 61 % (60 mg) der Teilnehmer erreichten (jeweils mit Induktion).
Der duale IL-17A/F-Nanokörper wurde gut vertragen, die häufigsten behandlungsbedingten Nebenwirkungen waren Nasopharyngitis (60 mg = 6,1 %; 120 mg = 5,2 %), Infektionen der oberen Atemwege (6,1 bzw. 4,1 %), Rötungen an der Injektionsstelle (3,7 bzw. 3,1 %) und Kopfschmerzen (2,4 bzw. 4,1 %). Nicht unerwartet wurden vier Fälle einer leichten bis moderaten oraler Candidose verzeichnet (2,4 bzw. 2,1 %).
Insgesamt führte Sonelokimab somit zu erheblichen Verbesserungen der PsA-Symptomatik über verschiedene Endpunkte und Manifestationen hinweg. Mit IZAR-1 (mit bDMARD-naiven Patienten) und IZAR-2 (nach Anti-TNF-Versagen) sind bereits zwei Phase-III-Studien bei PsA angelaufen, letztere mit dem IL-23-Inhibitor Risankizumab als aktiver Referenz (aber leider ohne direktem Vergleich mit Bimekizumab).
Quelle: Nat Med 2025; doi: 10.1038/s41591-025-03971-6
