In die Studie eingeschlossen wurden 120 DMARD-naive Patienten ≥18 Jahre (im Mittel 49 Jahre, 41 % Frauen) mit neu diagnostizierter PsA gemäß den CASPAR-Kriterien und ≥2 geschwollenen Gelenken. Diese wurden im Verhältnis 1:1 auf eine frühe Secukinumab- oder Standardtherapie randomisiert. Die Secukinumab-Gruppe erhielt initial eine s.c.-Injektion 300 mg und anschließend alle 4 Wochen, zusätzlich zu einer wöchentlichen oralen Methotrexat (MTX)-Dosis von 15 mg für max. 12 Monate. Wurde die alle 3 Monate erfasste minimale Krankheitsaktivität (MDA) nicht erreicht, wurde Secukinumab durch einen TNF-Inhibitor (TNFi) ersetzt, bei Bedarf gefolgt von einem zweiten TNFi. Falls nötig wurde dieser abgesetzt und die Behandlung auf Apremilast umgestellt. Die Standardtherapie-Gruppe erhielt 15 mg MTX, steigend auf 25 mg nach 6 Wochen, für max. 12 Monate. Wurde keine MDA erreicht, erfolgte eine Eskalation gemäß Standardschema. Beide Gruppen erhielten zu Beginn eine i.m.-Injektion mit 80 mg Methylprednisolon. Primärer Endpunkt war das ACR50-Ansprechen nach 6 Monaten in der ITT-Population.
Nach 6 Monaten erreichten ein ACR50-Ansprechen 42 vs. 35 % der Patienten in der Secukinumab- bzw. Standardtherapie-Gruppe (relatives Risiko, RR 1,19, 95% KI 0,75–1,88; p=0,45); somit wurde der primäre Endpunkt nicht erreicht. Unerwünschte Ereignisse (UE) traten bei 50 vs. 53 % der je 60 Teilnehmer auf, schwere UE bei 10 vs. 8 %. Todesfälle traten nicht auf. Der frühzeitige Einsatz einer intensiven Behandlung mit Secukinumab im Rahmen einer T2T-Strategie führte nicht zu signifikanten Vorteilen gegenüber einem konventionellen Step-up-Schema. Nach 12 Monaten zeigten sich ähnliche klinische Verbesserungen, wobei je die Hälfte der Patienten ein ACR50-Ansprechen erreichte, was darauf hindeutet, dass die Behandlungsziele unabhängig von der initialen Therapie erreichbar sind.
Quelle: Lancet Rheumatol 2026; 8(1): e23-e32
