Eingeschlossen wurden insgesamt 1.291 Patienten (im Mittel 44,7 Jahre, 56 % Männer), für die BMI-Werte im Nachbeobachtungsverlauf vorlagen (mittlerer BMI 28,8 kg/m²). Zur Bewertung der Zusammenhänge zwischen BMI und MDA sowie deren Komponenten im Zeitverlauf wurden uni- und multivariate generalisierte Schätzgleichungen sowie lineare gemischte Modelle angewendet, adjustiert auf Alter, Geschlecht, Angst/Depression, Fibromyalgie, Rauchen, Therapie und radiografische Schäden. In Subgruppenanalysen wurde diese Assoziation für TNF-Inhibitoren (TNFi), IL-17i, IL-12/23i, IL-23i, JAKi und PDE-4i evaluiert.
Im Ergebnis war ein höherer BMI unabhängig mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für MDA assoziiert (Odds Ratio, OR 0,97; 95% KI 0,94–0,99). Weitere Faktoren, die mit einer geringeren MDA-Wahrscheinlichkeit einhergingen, waren weibliches Geschlecht, höheres Alter, Rauchen, Fibromyalgie und radiografische Schäden. Der BMI zeigte eine negative Korrelation mit allen MDA-Komponenten, mit Ausnahme der Anzahl geschwollener Gelenke. Ein höherer BMI zu Therapiebeginn war bei Patienten unter TNFi (ausgenommen Infliximab) mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit für den MDA-Status verbunden (OR 0,93; 95% KI 0,90–0,96), während dieser Effekt für IL-17i, IL-12/23i, IL-23i oder JAKi nicht signifikant war. Auch die longitudinale Analyse des BMI zeigte eine verringerte MDA-Wahrscheinlichkeit unter TNFi (außer für Infliximab). Ein hoher BMI verringert somit die Chancen für eine MDA bei PsA, wobei vor allem subjektive Krankheitsparameter betroffen sind. Dieser Effekt ist bei Patienten unter TNFi (außer Infliximab) am stärksten ausgeprägt. Diese Daten unterstreichen die Bedeutung des Gewichtsmanagements für die Optimierung des Therapieansprechens.
Quelle: Rheumatology 2026; 65(7): keag303
