C2M-PsA ist definiert als fortbestehende Symptome trotz Behandlung mit ≥1 bDMARD oder tsDMARD und kann durch Faktoren wie Komorbiditäten, überlappende Krankheitsbilder, psychosoziale Belastung und therapiebezogene Herausforderungen (z. B. mangelnde Adhärenz) beeinflusst sein. TR-PsA ist eine spezifische Unterform der C2M-PsA und ist durch das Versagen von ≥3 Therapien (jeweils mit unterschiedlichen Wirkmechanismen, darunter ≥2 b/tsDMARDs), anhaltend problematische Symptome und objektive Nachweise für eine fortbestehende Entzündung gekennzeichnet (Abb.).
Das Ziel dieser Definitionen ist es, die Terminologie zu standardisieren, eine individuellere Versorgung sowie Forschung zu unterstützen, die die klinische Praxis verbessern kann. Die PsA wird häufig durch Begleiterkrankungen wie metabolisches Syndrom, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Angststörungen, Depressionen und Fibromyalgie kompliziert, die alle zur Krankheitsaktivität, Patientenbelastung und zu therapeutischen Herausforderungen beitragen. Trotz zahlreicher Fortschritte in den letzten zwei Jahrzehnten ist weiterhin unklar, welche Wirkstoffe wann eingesetzt werden sollten. Mit den Konzepten von C2M- und TR-PsA könnte man fortgeschrittene Therapien besser vergleichen. Die Definitionen von C2M- und TR-PsA sind praxisnah und bilden die Grundlage für zukünftige Beobachtungsstudien.
Quelle: Nat Rev Rheumatol 2026; 22(2): 132-144
