In der Analyse wurden 800 bDMARD-naive PsA-Patienten (57 % Frauen) aus RABBIT-SpA zu Beginn ihrer ersten b/tsDMARD-Therapie eingeschlossen. Die Persistenz der Therapie wurde mittels altersadjustierter Cox-Regression geschätzt. Deskriptive Analysen verglichen geschlechtsspezifische Unterschiede bei den Gründen für den Therapieabbruch.
Im Ergebnis zeigten Frauen eine stärkere Gelenkbeteiligung und schlechtere PROs wie höhere Krankheitsaktivität, stärkere Schmerzen und größere funktionelle Einschränkungen. Im Gegensatz dazu wiesen Männer ausgeprägtere Hautbefunde und eine höhere Prävalenz von Nagelpsoriasis auf. Frauen hatten niedrigere Therapiepersistenzraten, sowohl in der Gesamtanalyse aller Erstlinientherapien mit b/tsDMARDs als auch in Subgruppenanalysen zu TNF- und Interleukin (IL)-17-Inhibitoren. Nach 12 Monaten setzten 52 % der Frauen und 68 % der Männer ihre initiale b/tsDMARD-Therapie fort. Auffällige geschlechtsspezifische Unterschiede zeigten sich auch bei den Gründen für den Therapieabbruch: Männer brachen die Therapie häufiger wegen fehlender Wirksamkeit oder Remission ab, Frauen häufiger infolge von Nebenwirkungen. Eine Sicherheitsanalyse ergab, dass Frauen insgesamt mehr Nebenwirkungen berichteten, Männer jedoch doppelt so häufig über schwere Nebenwirkungen.
Die Daten unterstreichen den Bedarf an geschlechtsspezifischen Behandlungsstrategien und mehr Forschung zu biologischen und soziokulturellen Faktoren, die die Therapieadhärenz und Abbruchgründe im Praxisalltag beeinflussen. Insbesondere für Patientinnen mit PsA sind maßgeschneiderte Therapieansätze im Bereich der Biologika erforderlich, um die schlechteren Behandlungsergebnisse zu überwinden.
Quelle: Arthritis Res Ther 2025; 27(1): 188
