In die genestete Kohortenstudie wurden Biologika-naive Patienten mit nicht-systemischer JIA zu Beginn der Biologika-Therapie eingeschlossen.
Primärer Endpunkt war das Vorliegen einer inaktiven Arthritis nach sechs Monaten. Demografische Daten, krankheitsbezogene Parameter und das Therapieansprechen wurden mittels (nicht-)parametrischer Tests zwischen den Gruppen mit frühem (Symptombeginn bis Biologika-Start: 0–6 Monate), intermediärem (7–12 Monate) und spätem (13–24 Monate) Therapiebeginn verglichen. Ein logistisches Regressionsmodell analysierte den Einfluss des Zeitpunkts des Biologika-Beginns auf das Ansprechen nach sechs Monaten, adjustiert auf die Anzahl aktiver Gelenke und die Beurteilung durch die behandelnden Ärzte.
Insgesamt wurden 130 Kinder mit JIA eingeschlossen (früher Beginn n=35, intermediär n=46, später Beginn n=49; 66 % weiblich, medianes Alter bei Symptombeginn 11,0 Jahre). Der Anteil der Patienten, die bei frühem Therapiebeginn eine inaktive Arthritis erreichten (83 %), war signifikant höher als bei spätem Beginn (57 %). Für jeden Monat Verzögerung bis zum Beginn der Biologika-Therapie lag die adjustierte Odds Ratio für das Vorliegen einer aktiven Arthritis nach sechs Monaten bei 1,09 (IQR 1,02–1,17; p=0,009).
Ein früher Beginn der Biologika-Therapie bei JIA-Patienten war mit einem höheren Anteil an Patienten verbunden, die innerhalb von sechs Monaten eine inaktive Arthritis erreichten, was (erneut) auf ein „window of opportunity“ zur Kontrolle der Krankheitsaktivität hinweist.
Quelle: Arthritis Rheumatol 2026; 78(3): 743-751
