In der Studie wurden Patienten mit neuer oder rezidivierender RZA nach einer Protokolländerung 1:1:1 auf Secukinumab 300 oder 150 mg oder Placebo randomisiert. Die Secukinumab-Patienten durchliefen ein 26-wöchiges GK-Tapering, im Placeboarm erstreckte sich diese Phase über 52 Wochen. Primärer Endpunkt war eine anhaltende Remission (300 mg vs. Placebo) in Woche 52. Ein sekundärer Endpunkt war die anhaltende Remission in der 150 mg-Gruppe vs. Placebo, die nach der Protokolländerung eingeschlossen wurden. Insgesamt wurden 140 (300 mg), 98 (150 mg) bzw. 115 Patienten (Placebo; 19 Patienten vor, 96 nach der Protokolländerung aufgenommen) in puncto Wirksamkeit und Sicherheit analysiert.
Der Anteil der Patienten, die in Woche 52 unter Secukinumab 300 mg und Placebo eine anhaltende Remission erreichten, betrug 25,6 vs. 16,9 %; p= 0,09) sowie 19,4 vs. 17,7 % für Secukinumab 150 mg versus Placebo (p=n.s.). Auch bezüglich weiterer sekundärer Endpunkte (z. B. kumulative GK-Dosis) fanden sich nur numerische Vorteile für den IL-17A-Inhibitor. Unerwünschte Ereignisse (UE) traten bei 92,9 (300 mg), 95,9 (150 mg) bzw. 97,4 % (Placebo) der Patienten auf. Schwere UE wurden bei 20,0 (300 mg), 27,6 (150 mg) bzw. 32,2 % (Placebo) der Patienten beobachtet, schwere Infektionen bei 5,0, 9,2 bzw. 6,1 %.
Im Ergebnis war kein signifikanter Vorteil von Secukinumab versus Placebo (mit 26- bzw. 52-wöchigem Ausschleichen von GK) im Hinblick auf eine anhaltenden Remission in Woche 52 gegeben. Über die Gründe für die Diskrepanz zur geglückten Phase-III-Studie REPLENISH bei Polymyalgia rheumatica kann nur spekuliert werden, das längere GK-Tapering und die Protokolländerung in GCAptAIN könnten eine Rolle gespielt haben.
Quelle: NEJM Evid 2026; 5(7): EVIDoa2600112
