PSORIASIS-ARTHRITIS

Erhöhtes Risiko für nicht-melanozytären Hautkrebs

Einige Studien deuten auf ein erhöhtes Risiko für nicht-melanozytären Hautkrebs (NMSC) bei Psoriasis-Arthritis (PsA) hin, die Evidenz für potenzielle Effekte von bDMARDs auf dieses Risiko ist begrenzt. Ziel einer von Rasmus Westermann, Aalborg (Dänemark), und Kollegen publizierten Kohortenstudie der Nordic Arthritis Research Collaboration war es, zu untersuchen, ob PsA selbst sowie die bei PsA eingesetzten bDMARDs mit einem erhöhten Risiko für NMSC assoziiert sind.

Aus landesweiten Gesundheits- und rheumatologischen Registern in vier skandinavischen Ländern wurden PsA-Patienten identifiziert, die zwischen 2010 und 2021 einen TNF-Inhibitor (TNFi), ein nicht-TNFi-bDMARD oder keine b/tsDMARDs erhalten hatten. Für Schweden und Dänemark wurden zudem neu diagnostizierte PsA-Patienten (2010-2021) und entsprechende Kontrollen aus der Allgemeinbevölkerung erfasst. Mithilfe eines „ever-treated“-Follow-up wurden Inzidenzraten und adjustierte Hazard Ratios (aHRs) für NMSC insgesamt, Basalzellkarzinome (BCC) und Plattenepithelkarzinome (SCC) berechnet.

Bei 23.553 neu diagnostizierten PsA-Patienten wurden 619 NMSCs dokumentiert, davon 221 bei TNFi-behandelten (n=9.999), 34 bei mit nicht-TNFi-bDMARD-behandelten (n=2.200) und 433 bei b/tsDMARD-naiven (n=19.089) Patienten. Die aHR für NMSC bei PsA gegenüber den Kontrollen betrug 1,20 (95% KI 1,11-1,31). Die gepoolten aHRs für alle NMSC lagen bei 1,24 (95% KI 1,03-1,50) mit TNFi und 1,11 (95% KI 0,75-1,63) mit nicht-TNFi-bDMARDs im Vergleich zu keinen b/tsDMARDs. Die entsprechenden aHRs für BCC waren 1,21 (95% KI 0,93-1,58) für TNFi und 0,85 (95% KI 0,42-1,69) für nicht-TNFi-bDMARDs, die aHRs für SCC lagen bei 1,46 (95% KI 0,84-2,56) bzw. 2,37 (95% KI 0,95-5,90).

Im Vergleich zu gematchten Personen aus der Allgemeinbevölkerung bestätigte sich somit ein erhöhtes Risiko für NMSC (insbesondere SCC) bei PsA-Patienten. TNFi waren versus keinen b/tsDMARDs mit einem erhöhten NMSC-Risiko verbunden, wobei 1.020 Patienten ein Jahr lang behandelt werden müssten, um einen zusätzlichen NMSC-Fall zu beobachten. Für nicht-TNFi-bDMARDs wurde gegenüber keinen b/tsDMARDs ein nicht signifikant erhöhtes Risiko für SCC festgestellt, wobei 694 Patienten ein Jahr lang behandelt werden müssten, um einen zusätzlichen SCC-Fall zu beobachten. Die Kausalität zwischen bDMARDs und NMSC bei PsA bleibt jedoch unklar, zumal nicht explizit auf die Krankheitsschwere adjustiert werden konnte.

Quelle: EULAR Rheumatol Open 2026; doi: 10.1016/j.ero.2026.03.009