In dem Umbrella-Review wurden in Datenbanken (PubMed, Embase und Cochrane) bis April 2025 insgesamt 14 relevante Publikationen (einschließlich 51 Meta-Analysen) zur Assoziation zwischen SLE, SjE, Antiphospholipid-Antikörpern (aPL), primärem APS (pAPS) und verschiedenen Schwangerschafts- sowie Reproduktionsergebnissen (6 mütterliche, 8 fetale und 5 im Kontext assistierter Reproduktion) erfasst und in die Auswertung einbezogen.
Ein SLE erhöhte im Vergleich zu gesunden Schwangeren signifikant das Risiko für Spontanaborte (relatives Risiko, RR 2,34; 95% KI 1,36-4,01), vollständigen Fetalverlust (RR 7,55; 95% KI 4,75-11,99; bei pAPS RR 1,33; 95% KI 1,00-1,76), schwangerschaftsinduzierte Hypertonie, Frühgeburt (RR 2,51; 95% KI 2,03–3,11), für das Gestationsalter zu geringes Geburtsgewicht (SGA; RR 4,67; 95% KI 4,17-5,24), neonatalen Tod sowie Aufnahme auf eine neonatologische Intensivstation. Zudem führte SLE zu einem niedrigeren Anti-Müller-Hormon-Spiegel und erhöhte signifikant das Risiko für Totgeburt (RR 16,49; 95% KI 2,95-92,13), Präeklampsie (PE) sowie einen Apgar-Wert <7 nach einer Minute.
Eine SjE erhöhte signifikant das Risiko für Spontanaborte (RR 8,85; 95% KI 3,10-25,26) und SGA (RR 1,99; 95% KI 1,34-2,97), nicht jedoch für Totgeburten (Odds Ratio, OR 1,05; 95% KI 0,37-2,97) Bei Frauen mit SjE und pAPS war das Risiko für Frühgeburten um etwa das Doppelte erhöht (RR 2,27; 95% KI 1,46-3,52 bzw. RR 1,89; 95% KI 1,52-2,35). Darüber hinaus waren auch SjE und positive aPLs mit einem erhöhten Risiko für einen vollständigen Fetalverlust assoziiert (OR 1,77; 95% KI 1,28- 2,46 bzw. OR 5,70; 95% KI 2,67-12,15). Ein positiver aPL-Status erhöhte auch bei assistierter Reproduktion signifikant das Risiko für Fehlgeburten (RR 1,68; 95% KI 1,24-2,28) und war zudem mit vollständigem Fötusverlust, PE, intrauteriner Wachstumsretardierung sowie Plazentalösung assoziiert.
Quelle: J Clin Med 2026; 15(7): 2618
