Die einfach verblindete Studie war auf 3 Monate angelegt, gefolgt von einem 9-monatigen Follow-up. 85 Patienten mit früher, DMARD-naiver UA (Arthritis an ≥2 Gelenken, nicht die ACR/EULAR-Kriterien für RA aus 2010 erfüllend) erhielten eine Glukokortikoid-Injektion (40 mg i.a. oder i.m.) und wurden im Verhältnis 1:1:1 für 3 Monate auf NSAR (n=29), Methotrexat (MTX) 15 mg/Woche mit Dosissteigerung auf 25 mg/Woche (n=28) oder Baricitinib 4 mg/Tag (n=28) randomisiert. Primärer Endpunkt war die Differenz im DAS (44/53 Gelenke) nach 3 Monaten.
Nach 3 Monaten zeigte sich unter Baricitinib eine signifikante Verbesserung des DAS im Vergleich zu NSAR mit einer adjustierten mittleren DAS-Reduktion um −0,52 (95% KI −0,93 bis −0,11; p=0,01). Unter MTX ergab sich numerisch eine ähnliche Verbesserung um −0,39 (95% KI −0,84 bis 0,06; p=0,09). Auch wenn das Ergebnis nicht signifikant war, lag der DAS nach 12 Monaten im MTX-Arm am niedrigsten (1,3), gefolgt von NSAR (1,6) und Baricitinib (1,7) (p=0,38). Die Inzidenzraten schwerer unerwünschter Ereignisse blieben während der Studie in allen Behandlungsarmen niedrig. Bei UA-Patienten führte eine frühe DMARD-Behandlung im Vergleich zu NSAR über einen Zeitraum von 3 Monaten zu einer (früheren) stärkeren Verbesserung der Krankheitsaktivität, wobei die Verbesserung unter Baricitinib signifikant war. Über 12 Monate hinweg unterschied sich die Krankheitsaktivität zwischen den Therapiearmen aber nicht signifikant. Insgesamt wurden günstige Ergebnisse erzielt, das Vorgehen bleibt somit eine individuelle Abwägung.
Quelle: RMD Open 2026; 12(2): e006828
