Das relative Risiko (RR) für Krebs, einschließlich hämatologischer und nicht-hämatologischer Neoplasien, wurde zwischen 96 VEXAS-Patienten und 2.181 Patienten einer Kontrollkohorte mit Personen mit Still-Krankheit, Behçet-Syndrom und Schnitzler-Syndrom verglichen. Eine logistische Regressionsanalyse wurde durchgeführt, um Variablen zu identifizieren, die mit der Krebsentwicklung assoziiert sind.
Die Patientendaten stammen aus den internationalen AIDA-Netzwerkregistern für das VEXAS-Syndrom, Still-, Behçet- und Schnitzler-Syndrom. Um den Selektionsbias zu minimieren, gingen nur Probanden über 60 Jahre ein, was zu 90 bzw. 174 Personen in den beiden Gruppen führte.
Das relative Gesamtrisiko für Krebs bei VEXAS-Patienten betrug 1,93 (95% KI 1,03-3,60; p=0,036). Die logistische Regressionsanalyse zeigte Assoziationen zwischen der Krebsentwicklung und rezidivierender Polychondritis (RR 2,67, 95% KI 1,22-10,64; p=0,01), der p.Met41Thr-Mutation (RR 3,33, 95% KI 1,29-17,33; p=0,02), einer erhöhten Serum-ESR (RR 1,02, 95% KI 1,01-1,05; p=0,01) und hohen Laktatdehydrogenase-Werten außerhalb von Krankheitsschüben (RR 1,02, 95% KI 1,01-1,07; p=0,04).
VEXAS-Patienten weisen somit ein signifikant erhöhtes Risiko für hämatologische und nicht-hämatologische Malignome im Vergleich zu den Kontrollen auf, insbesondere bei Patienten mit rezidivierender Polychondritis, p.Met41Thr-Mutation und anhaltender systemischer Entzündung.
Quelle: Semin Arthritis Rheum 2026; 77: 152932
