In sequenziellen Kohorten erhielten 53 PMR-Patienten in Remission oder niedriger Krankheitsaktivität (einfach verblindet) für zwei Wochen Prednisolon 10 mg/Tag mit Placebo, gefolgt von Clofutriben mit jeweils 10, 15, 20 oder 30 mg/Tag Prednisolon für weitere zwei Wochen. Jeweils 49 bzw. 47 Teilnehmer schlossen die Studienphasen mit auswertbaren Daten ab. Fünf (von 13) Patienten, die Prednisolon 10 mg/Tag mit Clofutriben erhielten, erlitten ein klinisches Rezidiv.
Bei keiner anderen der Kombinationen (mit höheren GK-Dosen) traten Rückfälle auf. Die Teilnehmer berichteten über stärkere Symptome und körperliche Einschränkungen unter Prednisolon 10 oder 15 mg/Tag, nicht jedoch, wenn Clofutriben mit den höheren GK-Dosen von 20 oder 30 mg/Tag kombiniert wurde. Auch im Hinblick auf Entzündungsmarker zeigte sich ein ähnliches Muster. Über alle Prednisolon-Dosen hinweg verringerte die gleichzeitige Gabe von Clofutriben GK-bedingte Nebenwirkungen auf Marker für die Knochenbildung und -resorption, den Lipidstoffwechsel, Hyperkoagulabilität sowie die kardiovaskuläre und adrenale Funktion.
Die zuvor auf dem EULAR-Kongress 2025 präsentierte Kurzzeitstudie zeigte somit, dass Clofutriben in Kombination mit Prednisolon die GK-assoziierte Toxizität mildert und zugleich deren entzündungshemmenden Eigenschaften aufrechterhält. Weitere Studien zur Bewertung des Potenzials des HSD-1-Inhibitors zur Verbesserung des Nutzen-Risiko-Profils von Prednisolon sind damit gerechtfertigt, dies sicherlich auch über die PMR hinausgehend.
Quelle: Ann Rheum Dis 2025; doi: 10.1016/j.ard.2025.10.015
