In der ARIAA-Studie mit 98 Patienten hatten nach einer 6-monatigen Abatacept-Therapie innerhalb von 18 Monaten im Vergleich zu Placebo weniger damit behandelte Teilnehmer eine RA entwickelt (17 vs. 28; insgesamt also 45). Im Mittel berechnete sich daraus eine um 3,5 Monate verlängerte RA-freie Zeit unter Abatacept (95% KI 1,0-6,0; p=0,0066). Die 53 Teilnehmer, die keine RA entwickelt hatten, wurde für weitere acht Jahre nachbeobachtet.
Im weiteren Verlauf entwickelten davon 25 Teilnehmer (47 %) eine RA, darunter 17 aus der vormaligen Abatacept- und 8 aus der Placebo-Gruppe. Das kumulative RA-freie Überleben lag in beiden Gruppen nach etwa 9,5 Jahren bei ca. 25 %, womit sich die Kurven – wie zuvor in der ALTO-Studie – angeglichen haben. Nach fünf Jahren war allerdings durchaus noch ein Vorteil der Abatacept-Intervention mit im Mittel zusätzlich 10 Monaten RA-Freiheit gegeben. Jene 29 Teilnehmer, die auch langfristig RA-frei blieben, hatten zu Studienbeginn niedrigere RF-Spiegel, eine geringere ESR und leichtere klinische Symptomatik. Explorative Analysen weisen darauf hin, dass der Nutzen von Abatacept am höchsten bei ACPA/RF-positiven Teilnehmern war (höher als bei alleiniger ACPA-Positivität). Letztere profitierten nach fünf Jahren von im Mittel zusätzlichen 59 Wochen RA-freier Zeit gegenüber Placebo.
Trotz positiver Anhaltspunkte lässt sich ein klares Plädoyer für eine solche (zeitlich begrenzte) Frühintervention in Fällen mit sehr hohem RA-Risiko derzeit noch nicht ableiten.
Quelle: Lancet Rheumatol 2026; 8(5): e326-e328
