RFA AWARD 2026

Zum dritten Mal innovative Delegationsmodelle ausgezeichnet

Alle zwei Jahre zeichnet der Fachverband Rheumatologische Fachassistenz e. V. mithilfe einer Jury Teams aus, die durch innovative und erfolgreiche Konzepte der delegativen Patientenversorgung in der Rheumatologie überzeugen. In Köln wurde nun am 27. Juni unter der bewährten Moderation von Rudy C. Meidl gemeinsam mit Ulrike Erstling und Patricia Steffens-Korbanka, der ersten und zweiten Vorsitzenden des Fachverbands, der RFA Award 2026 verliehen.

Die Auswahl traf eine hochkarätig besetzte Fachjury bestehend aus Prof. Dr. Andreas, Krause, Berlin, Dr. Kirsten Karberg, Berlin, Prof. Dr. Klaus Krüger, München, Prof. Dr. Xenofon Baraliakos, Herne, Prof. Dr. Gerd Horneff, Sankt Augustin, Ulrike Erstling, und der RFA Ines Joppa, München. Bewertet wurden die eingereichten Projekte anhand festgelegter Kriterien. Alle eingereichten Video-Bewerbungen zeichneten sich durch großes Engagement – auch daran ablesbar, dass bei den Dankesreden mehr als nur eine Träne verdrückt wurde – und innovative Ansätze zur Verbesserung der Patientenversorgung aus. Vergeben wurde ein mit 3.500 Euro dotierter erster Preis und zwei mit je 2.000 Euro dotierte zweite Preise.

DIE PREISTRÄGERINNEN UND PREISTRÄGER DES RFA AWARDS 2026

Der ERSTE PREIS ging an das Team des MVZ Gesundheitscampus Monheim GmbH um Dr. Verena Buschhorn-Milberger und den RFAs Maike Schweda, Agatha Fieweger und Franziska Quandt – die Laudatio hielt Prof. Horneff. Ein ZWEITER PREIS ging an das Berliner Team der Rheumapraxis Viale Rissom um Dr. Martin Viale Rissom mit den RFAs Lina Marin-Peterson, Dania Massalema und Yvonne Sterzl. Als Laudatorin fungierte Dr. Karberg. Noch ein ZWEITER PREIS ging an die Rheumapraxis Kaufering um die Dres. Rahel Gold und Verena Hupertz sowie das RFA-Team Nicole Görlitz, Waltraud Rummelsberger, Teresa Lüdtke, Josefine Rozman und Jenny Pösl. Die Laudatio hielt Prof. Krüger. Die diesjährigen Gewinnerteams zeigen beispielhaft, wie RFAs durch strukturierte Delegationsmodelle, der Etablierung von RFA-Visiten (Sprechstunden) und einer engen interprofessionellen Zusammenarbeit zur Verbesserung der Patientenversorgung beitragen.

Die Preisverleihung war eingebettet in eine interdisziplinäre Fortbildungsveranstaltung. Den Auftakt machten Prof. Krüger und Dr. Vanessa Bartsch, Nürnberg, die darauf eingingen, wie in Zeiten eines sich verschärfenden Engpasses an Rheumatologinnen und Rheumatologen die Patientenversorgung – mit RFAs, Apps und KI – zukunftsfähig gemacht werden kann. Dass die RFA auch bei der Sonografie eine zunehmend wichtige Rolle spielen kann, verdeutlichte Dr. Claus-Jürgen Bauer, Bonn. Die Ergebnisse der hierzu laufenden RFA-MSUS-Studie sollen bereits im September auf dem DGRh-Kongress in Leipzig vorgestellt werden. Das Thema Bewegung und mentale Resilienz brachte PD Dr. Theresa Lichtenstein, Köln, dem Auditorium näher. Mit der Schnittstelle zwischen Ophthalmologie und Rheumatologie befasste sich PD Dr. Marlene Saßmannshausen, Bonn. Jenseits der vor allem bei Spondylarthritiden nicht seltenen Uveitis wurde auch okuläre Risiken unter Hydroxychloroquin besprochen. Last but not least informierte Prof. Dr. Dirk Ziebolz, Göttingen, über die zwingende Notwendigkeit einer interdisziplinären Zusammenarbeit von Rheumatologen und Zahnärzten bei Patienten mit rheumatologischen Erkrankungen – mit Mund- bzw. Zahnproblemen ist nicht nur per se, sondern auch therapiebedingt zu rechnen.

Quelle: RFA Award 2026-Preisverleihung und Fortbildung, Köln, 27. Juni 2026