SYSTEMISCHE SKLEROSE

Weiter im Blickpunkt: CAR-T-Zelltherapien

Wie schon beim EULAR hielten sich auch jetzt die Neuigkeiten zur systemischen Sklerose (SSc) in Grenzen, von zahlreichen Daten zu CAR-T-Zelltherapien (auch aus der deutschen CASTLE Basket-Studie) einmal abgesehen. Vieles ist hier noch im Fluss, beispielhaft eingegangen sei auf die von US-amerikanischen Experten um Dinesh Khanna, Ann Arbor, vorgestellten, aktualisierten Daten der Phase-I Basket-Studie Breakfree-1 zu 26 Patienten mit schwerer, therapierefraktärer SSc.

Ausgewertet konnten bislang 26 Patienten mit progredienter diffus- oder limitiert-kutaner SSc mit (z. T.) interstitieller Lungenerkrankung (ILD) und Versagen auf ≥1 Immunsuppressivum, die nach Lymphodepletion eine Infusion des in einem beschleunigten Herstellungsprozess (NEX-T) aufbereiteten CD19 CAR-T-Zellprodukts BMS-986353 (10×106 oder 25×106 Zellen) erhalten hatten (zuvor wurden alle SSc-Therapien abgesetzt). Alle Teilnehmer wiesen einen hohen medianen mRSS-Wert auf, bei 10 von 19 auswertbaren Fällen lag eine ILD vor. In allen Fällen kam es zu einer starken Expansion der CD19 NEX-T-Zellen und einer damit verbundenen B-Zell-Depletion. Die mediane Zeit bis zur B-Zell-Repopulation (meist naive B-Zellen) lag bei 113 Tagen. ANA- und Anti-RNA-Polymera-
se-III-Autoantikörpertiter normalisierten sich im Verlauf.

In puncto Sicherheit (primärer Endpunkt) kam es bei 14 der 26 Patienten zu einem niedrig-gradigen CRS (nach median 2 Tagen abklingend) sowie in zwei Fällen zu einem transienten ICANS (Grad 3), das sich nach je 5 Tagen vollständig zurückbildete. Es wurden klinisch relevante Verbesserungen der Lungenfunktion und der Hautfibrose beobachtet, mit einem medianen relativen Anstieg der pFVC um 10 % nach sechs Monaten bei Patienten mit SSc-ILD und einer medianen Abnahme des mRSS um 13,5 Punkte nach sechs Monaten bei diffuser SSc. 25 Patienten (96 %) kamen bis zum letzten Follow-up ohne SSc-Therapie aus, bei einem Patienten mit initial niedriger Lungenreserve, aber ohne klinische Verschlechterung, wurde Nintedanib gegeben. Somit zeigt sich bislang ein gutes Nutzen/Risiko-Verhältnis, weitere Langzeitdaten bleiben abzuwarten.

Quelle: Arthritis Rheumatol 2025; 77(Suppl. 9): Abstr. 0843