In der Studie erhielten 194 Patienten mit aktiver IgG4-RD (im Mittel 59,1 Jahre, 2/3 Männer, 93,3 % mit ≥2 Organmanifestationen) über 52 Wochen 1x wöchentlich s.c. Obexelimab 250 mg oder Placebo (je n=97), GK wurden nach einem standardisierten Schema (initial 20-60 mg Prednison/Tag) bis zum Absetzen in Woche 8 reduziert. Primärer Endpunkt war die Zeit bis zum ersten Schub der IgG4-RD, der eine Rescue-Therapie erforderte. Die Zeit bis zum ersten Krankheitsschub, der eine GK-Rescue-Therapie erforderte, war unter Obexelimab signifikant länger (Hazard Ratio, HR 0,44; p<0,001). Schübe wurden bei 26 bzw. 53 der Patienten (26,6 vs. 54,6 %) unter Obexelimab bzw. Placebo verzeichnet. Obexelimab zeigte hinsichtlich aller wichtigen sekundären Endpunkte signifikante Vorteile gegenüber Placebo, einschließlich der kompletten Remission (37,1 vs. 19,6 %; p=0,005) und kumulativen Dosis der GK-Rescue-Therapie (329,5 vs. 929,8 mg; p=0,004). Häufige unerwünschte Ereignisse (UE) waren Arthralgien (19,6 vs. 11,3 %), Überempfindlichkeitsreaktionen (16,5 vs. 11,3 %) und Diarrhö (11,3 vs. 6,2 %), schwere UE traten unter Obexelimab seltener als unter Placebo auf (10,3 vs. 18,6 %). Bei aktiver IgG4-RD führte Obexelimab somit zu einem signifikant geringeren Risiko für Krankheitsschübe und einer geringeren GK-Exposition. (1, 2) Eine Zulassung bei der FDA ist beantragt, zu europäischen Plänen wurde noch nichts verlautbart. Vorteile wären sicher die s.c.-Applikation und das nur relativ geringe Risiko für (schwere) Infektionen.
Quellen:
1 Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s15 (OP0018)
2 N Engl J Med 2026; doi: 10.1056/NEJMoa2601337
