KOLLAGENOSEN UND VASKULITIDEN

Neuigkeiten vom EULAR 2026 in London

Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner

Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner

Abb. 1: Phase-II-Studie zu Rapcabtagene autoleucel: 20-Wochen-Verlauf bei IIM (Total Improvement Score, TIS) und SSc (modifizierter Rodnan Skin Score, mRSS) (5)

Abb. 1: Phase-II-Studie zu Rapcabtagene autoleucel: 20-Wochen-Verlauf bei IIM (Total Improvement Score, TIS) und SSc (modifizierter Rodnan Skin Score, mRSS) (5)

Abb. 2: NK-Zell-Therapie plus Rituximab: Verbesserungen in den Komposit-Scores bei RA (CDAI), SjE (clinESSDAI) und SSc (mRSS) nach 6 Monaten (7)

Abb. 2: NK-Zell-Therapie plus Rituximab: Verbesserungen in den Komposit-Scores bei RA (CDAI), SjE (clinESSDAI) und SSc (mRSS) nach 6 Monaten (7)

Abb. 3: NEPTUNUS-1 und -2-Studien mit Langzeitextension: 2-Jahres-Verlauf des ESSDAI unter Ianalumab 300 mg monatlich (QM) oder alle 3 Monate (Q3M) (kontinuierlich oder nach Wechsel von Placebo) (9)

Abb. 3: NEPTUNUS-1 und -2-Studien mit Langzeitextension: 2-Jahres-Verlauf des ESSDAI unter Ianalumab 300 mg monatlich (QM) oder alle 3 Monate (Q3M) (kontinuierlich oder nach Wechsel von Placebo) (9)

Abb. 4: JAK-SPARE-Studie: Reduziertes PMR-Rezidivrisiko unter Baricitinib versus Placebo nach 16 Wochen (bei GK-Abbau bis Woche 11) (22)

Abb. 4: JAK-SPARE-Studie: Reduziertes PMR-Rezidivrisiko unter Baricitinib versus Placebo nach 16 Wochen (bei GK-Abbau bis Woche 11) (22)

In Zeiten der Digitalisierung und des gefühlten Wunsches nach mehr Online-Fortbildungen ist es auch für den EULAR immer wieder ein Experiment, wie viele Teilnehmende zu den Jahreskongressen kommen. Die gegenüber dem Vorjahr wiederum angestiegenen Teilnehmendenzahlen von nahezu 15.000 zeigen aber, dass der Wunsch nach direkter und persönlicher Interaktion nach wie vor besteht.

Auch die weit mehr als 1.000 Poster und zusätzliche 1.500 Abstract-Beiträge, die nicht auf dem Kongress gezeigt werden konnten, zeugen davon, dass eine lebendige wissenschaftliche Gemeinschaft existiert, die auch für andere Fachdisziplinen wegweisende Ergebnisse hervorbringt. Dies in einem der traditionsreichsten Standorte der Rheumatologie, der britischen Hauptstadt London, miterleben zu können, ist immer wieder etwas Besonderes, einschließlich des authentischen Wetters, was sicher auch dazu geführt hat, dass die Säle regelhaft gut gefüllt waren.

Neue Erkenntnisse zu Kollagenosen und Vaskulitiden waren auch dieses Jahr wieder die dominierenden Themen, die auf allen Ebenen, vom Poster bis zur Late-Breaking Session oder neuen Empfehlungen vorgestellt und intensiv diskutiert wurden. Die hier vorgestellte Auswahl ist natürlich nicht umfassend und auch persönlich gefärbt, soll aber dennoch die dynamische Innovationskraft der internistischen Rheumatologie und klinischen Immunologie widerspiegeln.

ZELLTHERAPIEN BEI KOLLAGENOSEN

Wie zu erwarten, war das sich dynamisch entwickelnde Gebiet der zellbasierten Therapien, von CAR-T-Zell-Strategien über neue mono- bis trispezifische therapeutische Antikörper, die auf die krankheitstreibenden Zielzellen, insbesondere die CD19-positive B-Zellen, hemmend wirken sollen, das wahrscheinlich am meisten diskutierte und mit hohen Erwartungen versehene Gebiet. Exakte Zahlen, wie viele Patientinnen und Patienten inzwischen mit diesen innovativen Therapien behandelt wurden, gibt es nicht, Schätzungen auf dem Kongress gehen von aber ca. 1.000 weltweit aus. Die meisten werden aktuell in klinischen Studien behandelt, die übrigen, und in London vorgestellten, in Compassionate Use oder im Off-label-Setting therapierte Patientinnen und Patienten hatten variable Ausgangserkrankungen und Patientenprofile.

Exemplarisch hierfür steht der Bericht zum Langzeit-Follow-up der ersten acht Patientinnen und Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE), die mit einer CD19 CAR-T-Zell-Therapie (Zorpocabtagene autoleucel) behandelt wurden und schon drei Jahre nachverfolgt werden konnten. (1) Alle Patientinnen und Patienten erreichten eine sehr niedrige Krankheitsaktivität nach LLDAS und DORIS bei einem ausgezeichneten Sicherheitsprofil. Es gab auch keine inzwischen aufgetretenen malignen Erkrankungen oder kardiovaskuläre Probleme. Auch die Zahl der Infektionen trotz ausgeprägter B-Zell-Depletion war nicht höher als bei den bisher eingesetzten Medikamenten. Interessant hierbei ist, dass laut den Autoren alle Betroffenen seitdem keine weitere Basistherapie benötigten.

Schwieriger ist die Situation bei der systemischen Sklerose (SSc), da hier neben dem Immunsystem auch die Fibrose einen dominanten Anteil an der Pathophysiologie hat. Da gezeigt werden konnte, dass diese beiden Komponenten zusammenhängen und nach einer CAR-T-Zell-Therapie auch die entzündliche Aktivität, die die Fibrose antreibt, deutlich reduziert werden konnte, befasste sich ein sehr interessanter Beitrag mit der klinischen und histologischen Reaktion der Haut nach CAR-T-Zell-Therapie. (2) Hierbei konnte gezeigt werden, dass sich die Haut bei den SSc-Patientinnen und -Patienten strukturell nach CAR-T-Zell-Therapie regenerieren kann und die normale Hautstruktur mit Papillen, vaskulären Strukturen und der epidermalen Architektur wiederhergestellt werden konnte. Diese Erkenntnisse sind absolut wegweisend für zukünftige Entwicklungen, da bisher immer davon ausgegangen wurde, dass die Fibrose bei der SSc irreversibel ist und unabhängig von der eingesetzten Medikation keine Verbesserung, höchstens eine Stabilisierung, erreicht werden kann.

Trotz aller Erfolge gibt es natürlich Patientinnen und Patienten, die auch nach einer CAR-T-Zell-Therapie keine Vollremission erreichen. Bei diesen zeigt sich aber eine Abhängigkeit von der zugrunde liegenden Erkrankung. Patientinnen und Patienten mit autoimmuner Myositis scheinen eher wieder Schübe nach CAR-T-Zell-Therapie aufzuweisen als solche mit SLE oder SSc. (3) Diese Schübe treten in der Regel ca. 1 Jahr nach der CAR-T-Zell-Therapie auf, sind aber in der Regel weniger ausgeprägt als vor deren Beginn. Die sich hieran anschließende Diskussion, welche Therapiemodalität bei einem Schub nach CAR-T Zell-Therapie am sinnvollsten ist, wurde von den verschiedenen Arbeitsgruppen auf dem EULAR in der Regel damit beantwortet, dass man dann eine andere Zell-gerichtete Therapie einsetzt, z. B. Antikörper gegen BCMA wie den BCMA/CD3 T-Cell-Engager Teclistamab, der auch bei der schweren Form von SSc schon Effekte gezeigt hat. (4) Teclistamab ist ein chimärer bispezifischer monoklonaler BiTE-Antikörper, der gleichzeitig sowohl an das B-Zell-Reifungsantigen auf der Oberfläche von B-Zellen als auch an das CD3-Antigen auf T-Zellen bindet und so die direkte Bindung herstellt.

Weitere CAR-T-Ansätze fokussierten sich auf die schwer zu therapierenden entzündlichen Myopathien und die diffus-kutane SSc, z. B. eine große Phase-II-Studie mit Rapcabtagene autoleucel, welche inzwischen die ersten Daten vorstellen konnte und ebenfalls sehr gute Effekte (Abb. 1) ohne ausgeprägte Nebenwirkungen berichtete. Hierzu zählt auch das immer wieder angesprochene und aus der Onkologie bekannten Cytokine Release Syndrome (CRS) sowie die ICANs, die Immuneffektorzell-assoziierten Neurotoxizitätssyndrome. (5)

Late-Breaking Abstracts sind immer ein besonderer Höhepunkt der Präsentation, da hier in der Regel nur ganz ausgewählte Erkenntnisse gezeigt werden. Eines hiervon adressierte ein Konstrukt besonderer Art, einen CD19/CD3/CD28 T-Zell-Engager (TriTE-Antikörper) mit Bindung von drei verschiedenen Komponenten. Hierbei ist das Target CD28-Kostimulation verlinkt mit CD3 und CD19. Behandelt wurden 12 Patientinnen und Patienten mit refraktärem SLE. Auch hier konnten in allen Fällen sehr gute Ergebnisse erzielt werden. Höhergradige Nebenwirkungen traten auch nicht auf. (6)

Eine andere Strategie verfolgte einen nicht genetisch veränderten allogenen, bereits fertig hergestellten Ansatz, mit natürlichen Killerzellen (NK), die in Kombination mit Rituximab ebenfalls B-Zellen zum therapeutischen Ziel hatten. Dies, um zwar eine entsprechende B-Zell-Depletion zu erreichen, aber ohne die Sicherheitsrisiken der CAR-T Zellen. Die entsprechende Phase-IIa-Basket-Studie beinhaltete 31 Patientinnen und Patienten mit verschiedensten entzündlich-rheumatischen Erkrankungen einschließlich der Sjögren-Erkrankung (SjE) und der SSc, aber auch solche mit rheumatoider Arthritis (RA). Es konnte gezeigt werden, dass alle Erkrankungen schnell und nachhaltig in ihrer klinischen Aktivität reduziert wurden (Abb. 2). Eine Besonderheit dieser Therapie ist, dass keine stationäre Behandlung notwendig war. (7)

Auch bei Vaskulitiden werden T-Zell-Engager erprobt, z. B. der CD20/CD3-bispezifische T-Zell-Engager Mosunetuzumab bei refraktärer Granulomatose mit Polyangiitis, welcher bei dem getesteten Patienten nach einem Jahr eine komplette klinische und Glukokortikoid (GK)-freie Remission induzieren konnte. (8)

NEUE ANSÄTZE BEI SJÖGREN-ERKRANKUNG

Das am meisten fortgeschrittene Biologikum, welches bei der SjE zeitnah eine Zulassung erreichen sollte, ist der Antikörper Ianalumab, der den B-Zell-aktivierenden Faktor bzw. dessen Rezeptor (BAFF-R) blockiert. Vorgestellt wurden die Ergebnisse der Phase-III-Studien NEPTUNUS-1 und -2 mit über 700 Patienten mit dem Hauptparameter ESSDAI über ein Jahr. (9)

Die meisten Komponenten zeigten ein deutliches Ansprechen. Auch eine weitere Analyse über zwei Jahre behielt die Effektivität bei (Abb. 3), sodass bei guter Sicherheit (keine ungewöhnlichen Nebenwirkungen, Infekte wie bei vergleichbaren Biologika) einer Zulassung nichts im Wege stehen dürfte – mit dem Effekt, dass sich in Kliniken und Ambulanzen wohl eine wachsende Zahl an Patientinnen und Patienten mit einer Sicca-Symptomatik mit dem Wunsch nach Therapie vorstellen dürften, die nicht unbedingt immer eine gesicherte SjE aufweisen. Die ersten Daten zu Ianalumab beim SLE sind ebenfalls erfolgversprechend. (10)

Umgekehrt wurde auch das für den SLE bereits zugelassene Anifrolumab an Patientinnen und Patienten mit aktiver SjE getestet. Eine Phase-IIa-Studie konnte zeigen, dass zumindest numerisch ein ausgeprägtes CRESS-Ansprechen unter Anifrolumab im Vergleich zu Placebo (80 vs. 30%) sowie im clinESSDAI und ESSPRI (je 70 vs. 30 %) gesehen wurde, sodass auch hier die Neutralisierung von Interferon ein zukünftiger Ansatz sein könnte. (11) Ein weiterer Ansatz ist die Neutralisierung des B-Zell-Stimulators BlyS und des Proliferations-induzierenden Liganden APRIL durch Telitacicept. Hier konnte mit einer sehr großen Studie, die 80 Kliniken umfasste, gezeigt werden, dass bei den nahezu 400 Teilnehmenden unter Telitacicept eine signifikante Abnahme im ESSDAI-Score erreicht werden konnte, ebenfalls mit milden oder moderaten, bzw. keinen ungewöhnlichen Nebenwirkungen. (12) Derzeit in der Entwicklung für diese immer noch ohne zugelassenes Medikament zu therapierende Erkrankung sind der FcRn-Blocker Efgartigimod und CD40-Stimulationsblocker Iscalimab. (13, 14) Auch der u. a. bei Psoriasis-Arthritis zugelassene orale TYK-2-Inhibitor Deucravacitinib wird bei der SjE untersucht. (15)

INTERSTITIELLE LUNGENERKRANKUNG UND IGG4-RD IM FOKUS

Obwohl neben den Erfolgen bei der CAR-T-Zell-Therapie und anderen CD19-gerichteten Ansätzen vor allem die In-label-Verfügbarkeit von Nintedanib zur Therapie der pulmonalen Fibrose bei interstitieller Lungenerkrankung (ILD) entscheidend ist, gibt es aufgrund dessen Nebenwirkungsprofils weiter Bedarf für eine zuverlässige und nebenwirkungsarme antifibrotische Therapie, vor allem bei der Lungenfibrose bei rheumatischen Erkrankungen. Hierzu wurden aktuelle Daten des Phosphodiesterase (PDE)-4B-Hemmers Nerandomilast mit den letzten Updates vorgestellt, auch da eine Zulassung in Kürze erwartet wird. Vor allem bei SSc-Patienten der Phase-III-Studie FIBRONEER-ILD konnte gezeigt werden, dass Nerandomilast die Abnahme der Vitalkapazität bei autoimmunen ILD deutlich verringern und auch die Mortalität signifikant reduzieren konnte. (16, 17) Überdies wurden auch die Sicherheitsdaten hierzu vorgestellt, die erfreulicherweise besser als die von Nintedanib aussehen, vor allem auf der gastrointestinalen Ebene. (18)

Inzwischen steht mit Inebilizumab auch ein zugelassenes Medikament für die IgG4-assoziierten Erkrankungen (IgG4-RD) zur Verfügung. Auf dem EULAR wurden jetzt die Langzeit-Effektivitäts- und -Sicherheitsdaten vorgestellt. Inebilizumab ist eine gegen CD19 gerichtete Therapie zur B-Zell-Depletion. Studienteilnehmende, die die randomisierte kontrollierte Phase abgeschlossen hatten, konnten an einer optionalen dreijährigen offenen Phase teilnehmen. In der Gruppe, die konstant Inebilizumab erhalten hatte, traten bei keinem Teilnehmenden und in der Placebo-Inebilizumab Gruppe nur bei 6 % ein IgG4-RD-Schub auf. (19) Die häufigsten unerwünschten Ereignisse auch in Bezugnahme der weiteren Daten waren COVID-19, Infektionen der oberen Atemwege, Husten und Grippe. (20) Überdies wurden erste positive Phase-III-Daten aus der INDIGO-Studie zu Obexelimab, einem bifunktionalen, gegen CD19 und CD32b/FcgRIIb gerichteten Antikörper, präsentiert. (21)

NEUE OPTIONEN BEI VASKULITIDEN

Auch wenn Upadacitinib für die Riesenzellarteriitis (RZA) zugelassen ist und zunehmend Einsatz findet, ist das Thema JAK-Inhibitoren bei entzündlichen Gefäßerkrankungen nach wie vor als „heiß“ zu bezeichnen, obwohl eigentlich lange genug Zeit vergangen ist, um die aufwühlenden Ergebnisse der ORAL Surveillance-Studie wieder in normale Bahnen überführen zu können. Aus diesem Grund ist auch die Möglichkeit gegeben, JAK-Inhibitoren für Vaskulitiden auszutesten. So wurden beim EULAR die Daten zu Baricitinib für die Polymyalgia rheumatica (PMR) vorgestellt. In der Phase-III-Studie JAK-SPARE waren die Hauptparameter die Effektivität, aber vor allem auch das Erzielen einer steroidfreien Remission. Dies konnte anhand 46 Patientinnen und Patienten eindrucksvoll gezeigt werden, eine GK-freie Remission in Woche 16 wurde bei deutlich mehr Patienten unter Baricitinib als unter Standardtherapie erreicht (65 vs. 17 %). Auch die Rezidivrate wurde signifikant reduziert (Abb. 4). (22)

Erstmals vollumfänglich präsentiert wurde die Phase-III-Studie REPLENISH zum Einsatz von des IL-17A-Inhibitors Secukinumab bei PMR (23), der primäre (anhaltende Remission in Woche 52: 41 vs. 20 %) und die sekundären Endpunkte wurden im Gegensatz zur Phase-III-Studie GCAptAIN bei RZA erreicht – die Gründe hierfür wurden in London ohne abschließende Klärung intensiv diskutiert.

Auch herausforderndere Protokolle wurden vorgestellt, z. B. eine randomisierte Studie zur kombinierten B-Zell-Hemmung von Rituximab und Belimumab in sequenzieller Anordnung bei PR3-ANCA-assoziierter Vaskulitis, welche durchaus positive Ergebnisse ohne eine gesteigerte Infektionsrate zeigte. (24) Einen ähnlichen Weg gingen die Kollegen bei 22 Patientinnen und Patienten mit eosinophiler Granulomatose mit Polyangiitis mit der Kombination der Anti-IL-5-(Rezeptor)antikörper Mepolizumab und Benralizumab (n=12 bzw. 10) und dem Anti-IL-4-Rezeptorantikörper Dupilumab, der für schweres Asthma und chronische Rhinosinusitis zugelassen ist. Das klinisch wichtige Ergebnis war, dass eine Biologika-Kombination durchaus sicher und wirksam ist, nicht nur bezüglich der ab Monat 6 und vor allem nach einem Jahr (88 % mit vollständigem Ansprechen) ersichtlichen Effekte , sondern auch bezüglich der Nichtzunahme von Nebenwirkungen. (25)

Mit Spannung erwartet wurden auch die neuen EULAR-Empfehlungen, insbesondere zu Vaskulitiden (PMR, RZA und Takaysu-Arteriitis) und Impfungen. Diese wurden in London vorgestellt und sind derzeit im Review bei den entsprechenden Journalen, sodass die Ergebnisse zwar mündlich abgerufen werden konnten, aber noch endgültig durch die Gutachter bestätigt werden müssen. Diese werden mit Sicherheit aber für den Routinebetrieb und die Sicherheit beim Verordnen beitragen.

FAZIT

Zusammengefasst gibt es praktisch keine Entität oder Situation für die auf dem EULAR keine therapeutische Option, ob bewährt oder neu, vorgestellt wurde, sodass für jede Kollegin oder Kollegen bei inzwischen uneingeschränkter freier Zugänglichkeit im EULAR Abstract-Archiv das Passende zu finden sein dürfte. Die hier vorgestellten Abstracts gehören sicher mit zu den Highlights und werden in Kürze auch als Vollpublikationen erscheinen.

Prof. Dr. med. Ulf Müller-Ladner
Professur für Innere Medizin mit Schwerpunkt Rheumatologie,
Campus Kerckhoff, Justus-Liebig Universität Gießen
Ärztlicher Direktor, Abteilung für Rheumatologie und
Klinische Immunologie, Kerckhoff-Klinik GmbH,
Benekestr. 2, 61231 Bad Nauheim

Quellen: 1 Bachl J et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s873 (POS0729) | 2 Rius Rigau A et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s266 (OP0310) | 3 Wirsching A et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s64 (OP0076) | 4 Siegert E et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s740 (POS0553) | 5 Khanna D et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s64 (OP0077) | 6 Huang Y et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s306 (LB0004) | 7 Gaylis N et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s305 (LB0003) | 8 Stütz A et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s281 (OP0329) | 9 Mariette X et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s107 (OP0126) | 10 Vital EM et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s284 (OP0335) | 11 Bootsma H et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s2 (OP0002) | 12 Zeng X et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s109 (OP0127) | 13 Peene I et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s111 (OP0130) | 14 Nayar S et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s110 (OP0128) | 15 Johnson B et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s137 (OP0160) | 16 Hoffmann-Vold AM et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s566 (POS0327) | 17 Hoffmann-Vold AM et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s606 (POS0382) | 18 Hoffmann-Vold AM et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s1234 (POS1207) | 19 Stone JH et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s646 (POS0440) | 20 Della Torre E et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s384 (POS0089) | 21 Della Torre E et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s15 (OP0018) |22 Lechner-Radner H et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s308 (LB0005) | 23 Dejaco C et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s98 (OP0116) | 24 McClure M et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s201 (OP0232) | 25 Guerini M et al., Ann Rheum Dis 2026; 85 (Suppl1): s200 (OP0231)