Prof. Dr. Stefan Kleinert, Erlangen, eröffnete die Session mit einem Überblick über das Zusammenspiel digitaler Lösungen in seiner Praxis. Im Zentrum stand die intelligente Vernetzung mehrerer Bausteine: RhePORT für Patientenzugang und strukturierte Erstanamnese, RheDAT als Kern der medizinischen Dokumentation sowie RheCORD für die Erfassung patientenberichteter Daten, idealerweise bereits vor dem Termin beim Patienten zu Hause. Kleinert machte deutlich, dass der entscheidende Mehrwert nicht in Einzellösungen liegt, sondern in ihrer reibungslosen Integration: Medienbrüche vermeiden, Redundanzen eliminieren, Zeitersparnis maximieren. Besonders überzeugend wirkten seine konkreten Auswertungen zur Mitarbeiterzufriedenheit sowie Kennzahlen zur tatsächlichen Zeitersparnis. Ein messbarer Beleg dafür, dass Digitalisierung sich im Praxisalltag auszahlt.
NÜTZLICHE TIPPS FÜR DIE PRAXIS
Prof. Dr. Arnd Kleyer, Berlin, zeigte anschließend, welches Potenzial RheDAT jenseits der Standardnutzung bietet, insbesondere im klinischen Umfeld. Anhand eigener Erfahrungen demonstrierte er, wie das Plus-Modul, das nunmehr unter dem Namen EMMA firmiert, gezielt für die Anforderungen eines Klinikbetriebs konfiguriert werden kann: von der Terminorganisation über individuelle Aktenstrukturen bis hin zu spezifischen Workflows, die den klinischen Alltag spürbar entlasten und die Datenqualität steigern. Sein Beitrag machte deutlich, dass RheDAT weit mehr ist als eine Standardlösung. Mit dem richtigen Grad an Personalisierung lässt es sich an sehr unterschiedliche Versorgungskontexte anpassen und gezielt weiterentwickeln.
Dr. von der Decken führte die Teilnehmenden daraufhin tief in die praktischen Details von RheDAT. Konkrete Einstellungen und wenig bekannte Funktionen, die im Alltag echte Klicks sparen, standen im Zentrum seines Vortrags. So z. B. die Konfiguration, welche Daten zurück ans PVS übergeben werden sollen oder die Einstellungsmöglichkeit, beim Öffnen einer Akte direkt in die Verlaufsdaten zu springen und/oder direkt einen neuen Visit anzulegen. Die unmittelbare Praxisrelevanz zeigte sich im Saal: Wiederholt zückten Teilnehmende ihre Smartphones, um die eingeblendeten Einstellungsdetails festzuhalten. Unter anderem die seit letztem Jahr verfügbare Möglichkeit die gesamte Medikation des letzten Visits mit einem Klick in den nächsten zu übernehmen, sorgte für Begeisterung.
Den Abschluss übernahm Serj Utsaev von StableCore, der die BDRh Service GmbH seit 2024 äußerst kompetent beim IT-Support im RheDAT-Umfeld unterstützt. Aus der täglichen Supportpraxis berichtete er von den häufigsten Herausforderungen bei der Einrichtung von Schnittstellen zwischen RheDAT und bestehenden Praxis-IT-Systemen. Typische Fallstricke wurden benannt, Vermeidungsstrategien erläutert und konkrete Handlungsempfehlungen gegeben. Für alle, die RheDAT einführen oder ihre Integration optimieren möchten, ein wertvoller Erfahrungsbericht. StableCore bietet auch einen Installationssupport an, der sowohl RheDAT und RheCORD DOC, als auch die weiteren optionalen RheCORD-Komponenten und den Helmsauer Care Manager umfasst und über it@bdrh-service.de angefragt werden kann.
Im Anschluss entwickelte sich eine lebhafte Diskussion mit zahlreichen Rückfragen und kollegialem Austausch. Die Session wurde zudem genutzt, um strukturiertes Nutzerfeedback für die Weiterentwicklung von RheDAT einzuholen, u. a. zum Thema Verlaufsdokumentation von Begleitdiagnosen, einem Bereich, in dem sich die Teilnehmenden erweiterte Funktionalitäten wünschen. Insgesamt hat das Format überzeugt: Die Kombination aus strategischen Überblicken, klinischen Erfahrungsberichten, konkreten Detailtipps und IT-seitigem Support-Wissen traf den Bedarf der Zielgruppe.
