RHEUMA UPDATE 2020

Highlights aus der Rheumatologie

In diesem Jahr nahm trotz erschwerter Bedingungen wieder ungefähr 700 Ärzte aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Südtirol und den Niederlanden am inzwischen 15. Rheumatologie-Update-Seminar vom 13.-14. März 2020 in Wiesbaden teil – seltener physisch, häufiger COVID-19-bedingt indirekt via Livestream.

Den Schwerpunkt der Veranstaltung, diesmal unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Elisabeth Märker-Hermann, Wiesbaden, Prof. Dr. Bernhard Manger, Erlangen, und Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner, Bad Nauheim, bildeten relevante Publikationen des Jahres 2019 aus vielen rheumatologischen Indikationen. Mit „Rheuma und Lunge“ sowie „Schmerz“ wurden den Teilnehmern wieder zwei „Hot Topics“ näher gebracht.  

Die Veranstaltung eröffnete Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner, Bad Nauheim, der wieder über den großen Themenkomplex Pathogenese und Immunologie referierte. Herausgegriffen sei hier ein für Rheumatologen potenziell praxisrelevanter Aspekt: So zeigte sich bei Patienten mit systemischem Lupus erythematodes (SLE), dass zirkulierende Anti-N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptor-(NMDAR)-Antikörper (speziell deren NR2-Untereinheit) mit dem Schweregrad von Fatigue bei SLE korrelieren. Dem könnte mit einer Anti-B-Zell-Therapie begegnet werden, entsprechende langfristige Effekte durch Belimumab wären so zu erklären. Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis (RA) und Versagen auf Methotrexat (MTX) könnte bei vorhandenen Erosionen die IL-6-Inhibition mit Tocilizumab gegenüber Adalimumab plus MTX wohl auch über eine Steigerung des Osteocalcin-Spiegels Vorteile bei deren „Reparatur“ bieten – so das Ergebnis der REBONE-Studie, das potenziell künftige RA-Leitlinien beeinflussen könnte.