Deutsches Register zur Erfassung von COVID-19-Infektionen: Patienten aufnehmen, Evidenz schaffen!

Um valide und evidenzbasierte Antworten auf Fragen nach der Behandlung von Patienten mit entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, die von COVID-19 betroffen sind, zu erhalten, ist es wichtig, Informationen aus Kliniken und Praxen systematisch zu erfassen und auszuwerten. Deshalb hat die DGRh gemeinsam mit Gießener Experten um Prof. Dr. Ulf Müller-Ladner das deutsche Online-Register covid19-rheuma eingerichtet.

Rheumatologen werden gebeten, im Fragebogen des Registers alle Fälle von Patienten mit entzündlich-rheumatischer Erkrankung und einer COVID-19-Infektion aus Ihrer Klinik oder Praxis zu erfassen. Zur Bearbeitung des Fragebogens werden ca. 5-10 Minuten benötigt. Hierfür zunächst auf das Feld „Neuer Patient“ ganz oben auf der Seite klicken, eine kurze Registrierung vornehmen und die Daten des Patienten anonym eingeben. Den Link zum Fragebogen und alle weiteren Informationen gibt es unter: www.covid19-rheuma.de. Den fachlichen Aufbau des covid19-rheuma-Registers koordiniert und begleitet von wissenschaftlicher Seite die „Ad hoc Kommission COVID Register“ der DGRh um Prof. Dr. Christof Specker, Essen. Koordinatorin dieser DGRh-Initiative ist Dr. Rebecca Hasseli, Gießen.

Darüber hinaus unterstützt die DGRh das weltweite Register der COVID-19 Global Rheumatology Alliance (rheum-covid.org), sowie das EULAR COVID-19 Registry für Europa (www.eular.org/eular_covid19_database.cfm). Diese groß angelegten Register sollen vor allem auch regionale Vergleiche zulassen. Um nicht mehrere Fragebögen auszufüllen und Doppelnennungen zu vermeiden, wird darum gebeten, ausschließlich das deutsche Register zu nutzen. Die Daten aus covid19-rheuma werden in einem zweiten Schritt anonymisiert in die internationalen Register übertragen.

Quelle: Mitteilungen der Deutschen Gesellschaft für Rheumatologie e. V. (DGRh), 30. März und 8. April 2020