Therapieziel mit Febuxostat gut erreichbar

Dass der Xanthinoxidase-Inibitor Febuxostat in der Behandlung der Hyperurikämie bei Patienten mit und ohne Gicht bei einem vorteilhaften Sicherheitsprofil zu guten Therapieergebnissen führt, bestätigten ein systematisches Review und eine Metaanalyse chinesischer Rheumatologen um Qifu Li, Chongqing.

In zehn aus elektronischen Datenbanken bis Februar 2012 selektierten randomisierten, kontrollierten Studien erreichte unter Febuxostat im Vergleich zu Placebo (Odds ratio, OR 235,73; p<0,01) und dem häufig verordneten Allopurinol (OR 3,14; p<0,01) ein jeweils signifikant höherer Anteil von Patienten den Serumharnsäure-Zielwert £6,0 mg/dl bei der jeweils letzten Visite. In einer Subgruppenanalyse erreichten zum jeweiligen Studienende mit 50,9 vs. 45,6 % signifikant mehr Patienten unter Febuxostat (40 mg/Tag) den Harnsäure-Zielwert als unter Allopurinol (100-300 mg/Tag) (OR 1,25; p=0,01). Unter einer steigenden Febuxostat-Dosis (40, 80, 120 mg/Tag) erhöhte sich der Anteil von Patienten mit einem Serumharnsäure-Spiegel £6,0 mg/dl von 50,9 auf 71,4 bzw. 82 %. Hinsichtlich des Auftretens unerwünschter Ereignisse wurden keine signifikanten Unterschiede zwischen den mit Febuxostat und Allopurinol behandelten Patienten dokumentiert. 

Insgesamt zeigte sich somit eine im Vergleich zu Allopurinol in Dosen von 100-300 mg/Tag höhere Effektivität von Febuxostat (40-120 mg/Tag) beim Erreichen des wichtigen Therapieziels eines Serumharnsäure-Spiegels £6,0 mg/dl bei hyperurikämischen Patienten mit und ohne Gicht. Allerdings wurden den Autoren zufolge in den Studien vielfach relativ niedrige Allopurinol-Dosierungen eingesetzt.                                  

Quelle: Clin Ther 2013; doi: 10.1016/j.clinthera.2012.12.011