Systemischer Lupus erythematodes

Positive Langzeiterfahrungen mit Belimumab

US-amerikanische Rheumatologen der LBSL02/99-Studiengruppe um Ellen M. Ginzler, New York, bestätigen sowohl die langfristig gute Effektivität als auch Sicherheit des BLyS-spezifischen Antikörpers Belimumab plus Standardtherapie bei Patienten mit aktivem systemischem Lupus erythematodes (SLE) über einen Zeitraum von inzwischen bis zu sieben Jahren.

Von 345 Patienten, die eine doppelblinde placebokontrollierte 52-Wochen-Studie mit 1, 4 oder 10 mg/kg Belimumab einschließlich 24-wöchiger Extensionsphase abgeschlossen hatten, wurden 296 mit der 10 mg/kg-Dosis in einer Extensionsstudie offen weiterbehandelt. Nach sieben Jahren sind noch 171 Teilnehmer auf dieser Therapie, bislang können insgesamt 1.746 Patientenjahre (PJ) zu Belimumab überblickt werden.

Bei den Autoantikörper-positiven Patienten betrugen nach 52 Wochen die SLE Responder Index (SRI)-Ansprechraten 46 % für Belimumab und 29 % für Placebo (p<0,05). Nach zwei und sieben Jahren wurde bei 57 bzw. 65 % der Belimumab-Patienten ein SRI-Ansprechen berichtet. Schwere SLE-Schübe traten in Jahr 1 bei 19 % der Placebo- und 17 % der Belimumab-Patienten auf mit einem jährlichen Rückgang dieser Rate auf 2-9 % während der Behandlungsjahre 2-7. Anti-dsDNA-Autoantikörper zeigten in daraufhin zu Baseline positiv getesteten Teilnehmern einen progressiven Rückgang um 40-60 % unter 2-7-jähriger Belimumab-Therapie. Der Einsatz von Kortikosteroiden nahm im zeitlichen Verlauf deutlich ab mit einer Reduktion der medianen Dosis um ≥50-55 % während den Jahren 5-7. Die jährlichen Raten für alle und schwere unerwünschte Ereignisse einschließlich Infektionen blieben im 7-jährigen Behandlungszeitraum entweder stabil oder waren rückläufig.

Inzwischen wird somit der Erfahrungsschatz zu Belimumab immer größer und verlässlicher. Den Autoren zufolge wurden bei Patienten mit aktivem SLE sowohl die Krankheitskontrolle als auch die Sicherheit von Belimumab in Kombination mit einer Standardtherapie über einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren aufrecht erhalten – von Bedeutung ist zudem die wohl vielfach mögliche Einsparung von Glukokortikoiden.

Quelle: J Rheumatol 2014; 41(2): 300-309