Bei Remission Dosisreduktion von TNFα-Inhibitor möglich

Nach Erreichen einer anhaltenden klinischen Remission unter einer Anti-TNF-Therapie kann bei Patienten mit früher axialer SpA in vielen Fällen eine Halbierung der Dosis ohne Remissionsverlust durchgeführt werden. Dies zeigen von einer internationalen Studiengruppe um Robert B. M. Landewé, Amsterdam (Niederlande), veröffentlichte Daten der C-OPTIMISE-Studie.

C-OPTIMISE war eine 2-teilige, multizentrische Phase-IIIb-Studie mit 736 erwachsenen Patienten mit früher aktiver axialer SpA (nr-axSpA oder AS). In den ersten 48 Wochen erhielten die Teilnehmer open-label Certolizumab Pegol 200 mg alle 2 Wochen (Q2W). In Woche 48 wurden dann 313 von 323 (43,9 %) Patienten mit anhaltender Remission (n=323; ASDAS <1,3 in Woche 32, 36 und 48) doppelblind auf Certolizumab Pegol 200 mg Q2W (volle Erhaltungsdosis; n=104), 200 mg Q4W (halbe Erhaltungsdosis; n=105) oder Placebo (kompletter Entzug; n=104) für weitere 48 Wochen randomisiert. Primärer Endpunkt war die Schubfreiheit, ein Flare war definiert als ASDAS ≥2,1 bei zwei konsekutiven Visiten oder ASDAS >3,5 zu jedem Zeitpunkt in der doppelblinden Studienphase.

Im Ergebnis kam es während den Wochen 48 bis 96 bei 83,7 % der Patienten mit voller Erhaltungsdosis und beachtlichen 79,0 % mit halber Erhaltungsdosis zu keinem Schub im Vergleich zu nur 20,2 % bei völligem Entzug von Certolizumab Pegol (jeweils p<0,001 vs. Placebo). Es war überdies kein Unterschied im Ansprechen zwischen Patienten mit nr-axSpA oder AS auszumachen.

Bei Patienten mit früher axSpA in anhaltender Remission kann somit eine Intervallverlängerung der Anti-TNF-Therapie (in diesem Fall Certolizumab Pegol) versucht werden, ein kompletter Entzug erhöht hingegen ganz erheblich das Schubrisiko.

Quelle: Ann Rheum Dis 2020; doi: 10.1136/annrheumdis-2019-216839